Eurosport
Olympia 2021: Novak Djokovic äußert sich zu Druck im Profi-Sport und wie er damit umgeht
Von
Publiziert 29/07/2021 um 15:04 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic hat sich in die durch Naomi Osaka und Simone Biles aufgeflammte Diskussion um Druck im Leistungssport eingeschaltet. Der Serbe, der durch den möglichen Golden Slam ebenfalls viel Last auf seinen Schultern trägt, meinte in Tokio: "Druck ist ein Privileg. Ohne Druck gäbe es keinen Profi-Sport." Er selbst habe über die Jahre gelernt damit umzugehen, betonte Djokovic.
Novak Djokovic in Tokio
Fotocredit: Getty Images
"Ich habe einen Mechanismus erlernt, um diesen Rummel und das Drumherum auszublenden, damit es mich nicht kaputt macht. Ich sehe und höre es durchaus, aber es hat keinen Einfluss mehr. Es zieht mich nicht herunter", erklärte der 34-Jährige.
Mittlerweile habe er "genug Erfahrung und ich kenne mich, um zu wissen, wie ich auf den Platz komme und mein bestes Tennis spiele".
Um an die Spitze zu kommen, müsse man einfach lernen "mit Druck und solchen Momenten umzugehen - auf, aber auch neben dem Platz". Zu Beginn seiner Karriere hatte Djokovic nach eigenen Angaben vermehrt mit mentalem Druck zu kämpfen. "Das ist normal. Niemand ist damit geboren. Das kommt mit der Zeit", meinte der Serbe.
Mit großen Enttäuschungen musste auch Djokovic, der wie Roger Federer und Rafael Nadal 20 Grand-Slam-Titel gewinnen konnte, lernen umzugehen. Als Beispiel nannte der Routinier die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/07/29/3186572-65286708-2560-1440.jpg)
Tokyo 2020 - Djokovic (SRB) vs Nishikori (JPN) - Tennis - Olympic Highlights
Quelle: Eurosport
Novak Djokovic erlebte große Enttäuschung in Rio
"Das war für mich eine schwere Niederlage. Ich bin dort als Favorit angereist, hatte vier der letzten fünf Grand Slams gewonnen, war die Nummer eins", erzählte Djokovic, der in Brasilien "nur" Bronze gewann. Durch die gewachsene Erfahrung wisse er nun, "was ich machen muss und wie die Dinge auf und neben dem Platz ablaufen müssen, damit ich das beste Gefühl habe".
Osaka und Biles hatten zuletzt erklärt, wie der enorme Erwartungsdruck sich auf ihre mentale Gesundheit auswirke. Die US-Turnerin zog aus diesem Grund sowohl im Mannschafts- als auch Einzel-Mehrkampffinale zurück. Ob sie überhaupt noch in den Gerätefinals antritt, soll ich den kommenden Tagen entschieden werden.
Auch Osaka - große Hoffnungsträgerin vieler Japaner - hielt dem Druck nicht stand. In der dritten Runde des Einzelturniers schied die Favoritin aus und kämpfte danach in der Mixedzone mit den Tränen.
Das könnte Dich auch interessieren: Überraschung in Tokio: Medvedev fliegt im Viertelfinale raus
/origin-imgresizer.eurosport.com/2021/07/29/3186673-65288728-2560-1440.png)
Der Matchball: Zverev macht Halbfinale gegen Djokovic perfekt
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung