Rafael Jódar spricht über seine "Tennis-DNA" und begeistert David Ferrer: "Erinnert mich an Nadal mit 17 Jahren"
Update 03/08/2026 um 16:15 GMT+2 Uhr
Rafael Jódar setzt seinen kometenhaften Aufstieg auf der ATP-Tour fort. Der erst 19 Jahre alte Spanier steht nicht nur erstmals im Finale eines ATP-500-Turniers, sondern wird in der aktuellen Weltrangliste bereits auf Rang 15 geführt - die beste Platzierung seiner Karriere. Am Montagabend kämpft der Senkrechtstarter in Washington gegen den topgesetzten Taylor Fritz um seinen bislang größten Titel.
Rafael Jódar wird von Ferrer mit Nadal verglichen
Fotocredit: Getty Images
Mit seinem Finaleinzug hat Jódar einmal mehr unterstrichen, dass sein Durchbruch längst keine Eintagsfliege mehr ist. Auf dem Weg ins Endspiel bezwang der Spanier unter anderem Kei Nishikori, Lorenzo Musetti, Arthur Fils und Alejandro Tabilo. Bereits im Frühjahr hatte er mit seinem ersten ATP-Titel in Marrakesch für Aufsehen gesorgt.
Es folgten das Halbfinale in Barcelona sowie die Viertelfinals in Madrid und Rom. Damit war Jódar neben Carlos Alcaraz und Rafael Nadal der einzige spanische Teenager, der in derselben Saison bei den Masters-1000-Turnieren in Madrid und Rom jeweils das Viertelfinale erreichte.
Besonders beeindruckend verlief sein Turnier in Washington. Gegen den früheren Weltranglisten-Vierten Nishikori zeigte Jódar eine nahezu fehlerfreie Vorstellung. Alle drei Breakbälle gegen sich wehrte er ab, während er auf der Gegenseite jede seiner drei Breakchancen nutzte.
Es war bereits sein sechstes ATP-Viertelfinale seit April - und das erste auf Hartplatz. Zuvor hatte der Spanier seine größten Erfolge ausschließlich auf Sand gefeiert.
Jódar: "Meine Tennis-DNA, um jeden Ball zu kämpfen"
Nach seinem Erfolg gegen Nishikori verriet Jódar, worauf sein Spiel basiert. "Meine Tennis-DNA ist es, um jeden Ball zu kämpfen und niemals aufzugeben", sagte der Spanier.
"Ich habe in der Vorbereitung hart gearbeitet, um dieses Niveau zu erreichen." Auch für seinen erfahrenen Gegner fand er anerkennende Worte: "Kei ist einer der größten Spieler überhaupt. Es ist etwas Besonderes, gegen eine Legende wie ihn zu spielen."
Seine Entwicklung sorgt inzwischen auch bei den Tennis-Größen für Begeisterung. Ex-Weltranglistendritter David Ferrer zog sogar Parallelen zu Rafael Nadal. "Er erinnert mich sehr an Rafa mit 17 Jahren - und auch an Carlos Alcaraz", erklärte Ferrer im Radiosender "SER".
"Er geht ohne Angst in jedes Match. Er lässt sich von Spielern, die er früher im Fernsehen gesehen hat, überhaupt nicht einschüchtern. Das ist in diesem Alter außergewöhnlich."
Ferrer über Jódar: "Rafa steht am Anfang einer großartigen Karriere"
Ferrer ist überzeugt, dass Spanien nach Alcaraz bereits den nächsten Weltklassespieler hervorbringt. "Carlos ist bereits ein etablierter Star, Rafa steht erst am Anfang einer großartigen Karriere", erklärte der frühere French-Open-Finalist. Gemeinsam stünden beide für die Zukunft des spanischen Tennissports.
Mit Rang 15 hat Jódar nun bereits die beste Weltranglistenplatzierung seiner Karriere erreicht. Im Finale von Washington gegen Fritz bietet sich ihm am Montagabend die nächste große Chance: Mit dem ersten ATP-500-Titel seiner Laufbahn könnte der Spanier seiner ohnehin schon beeindruckenden Entwicklung das nächste Ausrufezeichen hinzufügen.
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Quelle: SNTV
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