Nadal erklärt: Darum war die Karriere mit 19 fast zu Ende

Rafael Nadal hat sich gegenüber dem "Corriere della Sera" offen zu einer sehr kritischen Phase zu Beginn seiner Karriere geäußert und darüber hinaus klargestellt, wie das Verhältnis zu Nick Kyrgios tatsächlich ist. "Als ich 19 Jahre alt war und gerade zum ersten Mal Roland Garros gewonnen hatte, sagten sie mir, dass ich wegen einer Fehlbildung im linken Fuß nie wieder spielen kann", so Nadal.

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2005 gewann Rafael Nadal erstmals die French Open - bei seiner ersten Teilnahme und mit 19 Jahren. Der Beginn einer faszinierenden Karriere, die damals aber fast schon zu Ende war.
"Der Schmerz war so groß, dass ich trainierte, einen Ball sitzend aus der Mitte des Courts zu schlagen", erinnerte sich der inzwischen 13-fache Roland-Garros-Champion.
Letztlich gelang es Nadal, das Problem und die Schmerzen mithilfe spezieller Einlegesohlen in den Griff zu bekommen.

Nadal über Kyrgios: Feindseligkeiten ermüden

Im Hinblick auf ein ganz anderes Thema - das als schwierig geltende Verhältnis zu Nick Kyrgios - stellte der Mallorquiner klar: "Sie sagen, dass ich mich nicht mit Kyrgios verstehe, aber das stimmt nicht. Einmal habe ich ihm gesagt, was ich zu sagen habe und das war es. Die Wahrheit ist, dass mich diese ständigen Feindseligkeiten müde machen."
Kyrgios äußerte sich zuletzt gegenüber dem NBA-Programm "Courtside Huddle" über seine Kontroversen mit Nadal, so seien diese auf die unterschiedlichen Charaktere auf dem Platz zurückzuführen: "Ich bin ganz anders als Rafa und wir hatten unsere Auseinandersetzungen auf dem Platz. Wir sind feurig, wir sind Konkurrenten."
Kyrgios und Nadal trafen in ihrer Karriere bereits acht Mal aufeinander. Der 25-Jährige konnte sich dabei gegen den 20-fachen Grand-Slam-Champion drei Mal durchsetzen.
Der Australier mischte sich erst zuletzt in die GOAT-Debatte ein und sagte: "Nadal gehört zu den Besten aller Zeiten und für viele wird er der Größte sein", betonte aber: "Für mich ist Federer der Beste und Dominanteste."
Auch Nadal äußerte sich zu Federer und sagte: "Roger Federer ist einer der größten Männer in der Geschichte des Sports." Er fügte an: "Er ist mein großer Rivale und wir haben beide voneinander profitiert."

Rafael Nadal erklärt seine Ticks

Außerdem äußerte sich der Spanier im Interview auch zu seinen Ticks. Dazu zählen unter anderem das genaue Positionieren seiner Flaschen, das Nicht-Berühren der Linien sowie die Routine vor jedem Aufschlag, bei der Nadal an verschiedenen Körperteilen zupft und wischt. Novak Djokovic hat diese Angewohnheiten schon des Öfteren nachgeahmt, doch Nadal betonte, dass er deswegen nicht beleidigt sei.
Der 34-Jährige erklärte seine Ticks: "Ich bin nicht abergläubisch. Wenn ich das wäre, würde ich meine Routine ja nach jeder Niederlage ändern. Ich bin nicht einmal ein Sklave meiner Routinen. Mein Leben ändert sich permanent, ich bin immer unterwegs."
Die Ticks seien lediglich eine Art, um im Kopf wieder Ordnung herzustellen. "Diese Dinge sind mein Weg, mich zu konzentrieren und die Stimmen in mir verstummen zu lassen. Damit ich nicht auf diese Stimmen höre, die mir sagen, dass ich verliere. Oder noch schlimmer: dass ich gewinne", so der 13-fache French-Open-Sieger.
Nadal verriet auch, wieso er nie seinen Schläger wegwirft: "Mir wurde als Kind beigebracht, dass man das nicht tut. Ich bin ja derjenige, der sich irrt und nicht der Schläger."

Das Gelbe vom Ball – Der Tennis-Podcast von Eurosport:

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Nadal hofft auf das Jahr 2021: "Würde gerne öfter Tennis spielen"

Quelle: Perform

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