Richard Krajicek vergleicht Alexander Zverev nach French-Open-Sieg mit Ivan Lendl: "Am Ende acht Grand-Slam-Titel"
VonNiklas Bien
Publiziert 24/07/2026 um 13:30 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hat die Dynamik in der Tennis-Weltspitze mit seinem Titel bei den French Open verschoben. Jannik Sinner und Carlos Alcaraz teilten neun Grand-Slam-Titel in Folge unter sich auf – bis Zverev die Serie in Roland-Garros stoppte. Für Richard Krajicek kommen beim Deutschen Erinnerungen an eine Tennis-Legende hoch: Auch bei Ivan Lendl platzte der Knoten erst nach dem ersten Majortitel.
Highlights: Sinner vereitelt Zverevs Grand-Slam-Doppelschlag
Quelle: SNTV
"In gewisser Weise" werden Sinner und Alcaraz das Herrentennis weiterhin dominieren, prognostizierte Krajicek im Gespräch mit "Tennis365", nannte aber eine Einschränkung.
Zverev sieht er mit den beiden Dominatoren ganz oben. Obwohl Rasen nicht der Lieblingsbelag der deutschen Nummer eins ist, entschied er in Wimbledon immer wieder knappe Partien für sich und scheiterte nach guter Leistung erst im Endspiel an Titelverteidiger Jannik Sinner. "Er ist sehr selbstbewusst", betonte Krajicek, Wimbledon-Champion von 1996.
Der Vergleich, den der Niederländer danach zog, dürfte Zverev gefallen: Ivan Lendl gewann zwischen 1984 und 1990 insgesamt acht Grand-Slam-Titel.
Bevor der Knoten beim US-amerikanischen Staatsbürger bei den French Open 1984 platzte, hatte er bereits vier Endspiele auf der ganz großen Bühne verloren. Zverev musste sich vor seinem Roland-Garros-Triumph dreimal im Finale geschlagen geben.
Krajicek traut Zverev acht Grand-Slam-Titel zu
"Ich erinnere mich, als Lendl endlich seinen ersten Grand Slam gewann, fing er an, viele Grand Slams zu gewinnen", sagte Krajicek.
"Am Ende waren es acht, die er gewonnen hat. Vielleicht kann so etwas also auch passieren", schob der 54-Jährige mit Blick auf die Nummer zwei der Weltrangliste nach.

Richard Krajicek war als früherer Sieger in Wimbledon zu Gast
Fotocredit: Getty Images
Unabhängig von sieben weiteren möglichen Grand-Slam-Siegen: Der Niederländer sieht in Sinner, Alcaraz und Zverev das Spitzentrio der kommenden "drei, vier, fünf Jahre".
In Paris und Wimbledon ließ Alcaraz seine Kollegen aus Italien und Deutschland allein. Seit April laboriert der Spanier an einer Handgelenksverletzung – ein Comeback bis zu den US Open (30. August - 13. September) ist angedacht, aber nicht sicher.
Alcaraz vor Rückkehr
Sorge um eine langfristige Rückkehr des siebenfachen Grand-Slam-Siegers macht sich Krajicek indes nicht.
"Es dauert ein bisschen, aber er ist jung, und ich glaube, er hat eine gute Regenerationsfähigkeit", sagte der Niederländer: "Ich mache mir keine Sorgen, dass er spielen wird, und ich mache mir auch keine Sorgen, dass er wieder zu seiner vollen Form zurückfinden wird."
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