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Roger Federer - Álex Corretja und Mats Wilander bedauern Rücktritt: "Die ganze Welt liebt Federer"
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Publiziert 15/09/2022 um 22:23 GMT+2 Uhr
Eurosport-Experte Álex Corretja hat mit Bedauern auf das Karriereende von Roger Federer reagiert. "Ich bin absolut niedergeschlagen", gestand der 48-Jährige und adelte den 20-fachen Grand-Slam-Champion für seine große Karriere: "Er hatte eine Ausstrahlung, die niemand in der Tenniswelt je zuvor hatte." Auch Eurosport-Experte Mats Wilander bedauert den Rücktritt des 41 Jahre alten Schweizers.
Corretja adelt Federer: "Ein Charisma wie niemand zuvor"
Quelle: Eurosport
Es war die Sportnachricht am Donnerstag: Roger Federer beendet seine eindrucksvolle Karriere. "Der Laver Cup kommende Woche wird mein letztes ATP-Event", hatte der Schweizer auf Twitter verkündet. Was folgte, war eine Welle des Bedauerns, aber auch der Huldigungen für den Superstar der Tennisszene. Dauerrivale Rafael Nadal schrieb in seinen Sozialen Medien: "Ich wünschte, dieser Tag wäre nie gekommen. Es ist ein trauriger Tag für mich persönlich und für den Sport auf der ganzen Welt."
Auch Eurosport-Experte Álex Corretja äußerte sich bedrückt. "Wir wussten, dass das passieren würde, aber als ich die Nachricht gesehen habe, dachte ich: Nein, ich kann das nicht glauben", gab der Spanier im Interview mit Eurosport einen Einblick in seine Gefühlswelt und lobte den 41-Jährigen als "besonders" und "anders".
"Er hatte eine Ausstrahlung, die niemand in der Tenniswelt je zuvor hatte", schwärmte Corretja: "Vor allem die Art und Weise, wie er spielte, wie er sich bewegte und wie er einfach neben einem auf den Platz ging, das werden wir vermissen." Diese besondere Aura sei es auch, weshalb Federer auch über sein Karriereende hinaus von den Menschen geschätzt werden wird.
"Federer wird immer noch jemand sein, mit dem jeder gerne reden, ihn interviewen oder ihn neben sich sehen möchte. Das liegt daran, dass er weit über Tennis hinausgegangen ist", lobte Corretja, der auf der ATP-Tour fünf Mal gegen den "Maestro" antrat, zuletzt 2003 in Madrid.
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Tennis : Top 10 Federer in GS
Quelle: Eurosport
Wilander vergleicht Federer mit Jordan und Pelé
Auch Mats Wilander zeigte sich im Gespräch mit Eurosport "sehr traurig" über den Rücktritt von Federer. "Ich hatte gehofft, dass er noch drei oder vier weitere Turniere bestreiten könnte. Aber gleichzeitig denke ich, wenn wir das Niveau sehen, auf das sich das Spiel in den letzten Jahren entwickelt hat, erkennt er vielleicht, und wir sollten erkennen, dass es fast unmöglich ist, als 40- oder 41-Jähriger auf dieses Niveau zurückzukehren", analysierte der Schwede.
Für Wilander sei Federer nicht nur der beste Tennisspieler aller Zeiten in Ruhestand, denn: "Er wurde auch für ein oder zwei Jahre zu einem der besten Sportler der Welt gewählt", begründete der 58-Jährige und stellte ihn auf eine Stufe mit Michael Jordan, Pelé oder der Turnerin Nadia Comaneci. In den Augen des Schweden werde Federer "immer der wichtigste und größte Botschafter unseres Sports sein".
Federer tritt bei Laver Cup ab
Dass Federer am Laver Cup (vom 23. bis 25. September live bei discovery+) antritt und dort seinen Abschied gibt, hält Corretja derweil für den idealen Schlusspunkt einer großartigen Karriere. Ich denke, dass es die beste Entscheidung für ihn ist, weil ich glaube, dass er nicht in der Lage ist, drei, vier, fünf Spiele hintereinander zu spielen, geschweige denn bei einem Slam, bei dem es um fünf Sätze oder sieben Spiele geht", begründete der Mann aus Barcelona.
"Deshalb ist es für ihn am besten, an einem Turnier teilzunehmen, bei dem er so gut wie der Besitzer ist. Er ist derjenige, der das Tempo und den Zeitplan bestimmt. Ich verstehe, dass dies wahrscheinlich der beste Weg ist, weil er in einem anderen Turnier vielleicht nicht in der Lage ist, das ganze Turnier zu beenden, und er sich zurückziehen muss", so Corretja.
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Roger Federer beendet seine Tenniskarriere.
Fotocredit: Getty Images
Corretja: "Die ganze Welt liebt Federer"
Ähnlich bewertete die Teilnahme auch Wilander. "Ich finde es passend, denn es ist Rogers Idee, es ist sein Event", erklärte der siebenmalige Grand-Slam-Champion: "Wir werden uns also an ihn erinnern für das, was er beim Laver Cup getan hat, aber ich bin mir sicher, dass er für eine lange Zeit Teil des Laver Cups sein wird und hoffentlich auch Teil unseres Sports, wenn es um die Grand Slams und die Tour geht."
Auch und gerade aufgrund der Beliebtheitswerte, die Federer auf und neben dem Feld genießt und die am Donnerstagabend einmal mehr deutlich wurden. Oder wie Corretja zusammenfasste: "Roger Federer ist einfach jemand, den die ganze Welt liebt. Und das ist etwas, das heutzutage fast unmöglich ist."
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