Scheinheiligkeit wegen seiner Teilnahme am Six Kings Slam? Taylor Fritz verteidigt Kritik an ATP-Kalender
Publiziert 19/10/2025 um 20:50 GMT+2 Uhr
Taylor Fritz war einer der sechs Tennisstars, der am durchaus umstrittenen und millionenschweren Showevent Six Kings Slam teilnahm. Auf "X" wurde dem US-Amerikaner deshalb von zahlreichen Usern Scheinheiligkeit vorgeworfen. Fritz hatte zuvor Kollege Jack Draper zugestimmt, der eine Anpassung des vollen Turnierkalenders forderte. Der 27-Jährige verteidigte dennoch seine Teilnahme in Riad.
Taylor Fritz beim Six Kings Slam
Fotocredit: Getty Images
Ausgangspunkt war ein Post von Draper, der nur wenige Stunden nach dem Achillessehnenriss von Holger Rune auf "X" eine eindringliche Warnung an die Profitour gerichtet hatte.
"Verletzungen sind unvermeidlich. Wir verlangen von unseren Körpern im Spitzensport Leistungen, die sie nicht erbringen sollten. Wir haben so viele unglaubliche junge Talente auf der Tour, und ich bin stolz, ein Teil davon zu sein. Allerdings müssen sich die Tour und der Kalender anpassen, wenn wir alle eine gewisse Langlebigkeit erreichen wollen", schrieb der Brite, der in dieser Saison wiederholt verletzt gefehlt hatte.
Darunter antwortete Fritz, beim Six Kings Slam Sieger im kleinen Finale gegen Novak Djokovic: "Das ist eine Tatsache. Außerdem gibt es jetzt mehr Verletzungen und Burn-outs als je zuvor, weil Bälle, Plätze und Bedingungen viel langsamer geworden sind. Das macht den Trainingsalltag körperlich noch anstrengender."
Viele Tennis-Fans wollten diese Argumentation nicht gelten lassen, da der Weltranglistenvierte beim Six Kings Slam teilnahm. Als Antrittsgage erhielten Fritz, Carlos Alcaraz und Co. jeweils 1,5 Millionen US-Dollar (1,3 Mio. Euro). Sieger Jannik Sinner durfte sich zusätzlich über vier Millionen Dollar (3,9 Mio. Euro) freuen.
Fritz wehrt sich gegen Kritik wegen Six Kings Slam
Ein User bezeichnete Fritz deshalb als "scheinheilig", ein weiterer warf ihm mangelnde Selbstwahrnehmung vor. Die Aussage, die beiden dominierenden Stars Alcaraz und Sinner würden trotz der hohen Belastung weiterhin Turniere gewinnen, konterte der US-Sportler jedoch.
"Carlos und einige andere Topspieler haben sich ziemlich lautstark beschwert, dass die Saison zu lang ist", stellte Fritz klar. Aufgrund einer neuen ATP-Regel habe er zudem "nach Wimbledon jedes 500er-Turnier spielen [müssen], um die neue Quote von gespielten 500er-Turnieren pro Jahr zu erfüllen". Hätte er dies nicht getan, wären Strafpunkte im Ranking die Folge gewesen, so der Topspieler.
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Quelle: SNTV
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