Jannik Sinner und Carlos Alcaraz dominieren auch beim Six Kings Slam in Riad - langsam wird der Tenniscourt zu klein

Millionen-Wahnsinn hin, Show-Charakter her - Jannik Sinner hat beim 6:2, 6:4 im Finale des Six Kings Slam gegen Carlos Alcaraz eine beeindruckende Vorstellung geboten. Dem Italiener gelang es in Riad, zumindest ein kleines Zeichen zu setzen und dem Spanier zu signalisieren, dass er sich seiner Führung im ATP-Ranking nicht allzu sicher sein darf. Alcaraz reagierte mit einer witzigen Idee.

Carlos Alcaraz (li.) und Jannik Sinner (re.) nach dem Finale beim Six Kings Slam

Fotocredit: Getty Images

Zwei Jahre ist der umstrittene Six Kings Slam nun alt, beide Finals gewann Jannik Sinner gegen Carlos Alcaraz. Zwölf Millionen US-Dollar spülten die beiden Erfolge dem Südtiroler aufs Konto.
Was in Riad passiert, ist die fast logische Fortsetzung dessen, was parallel auch bei den Grand-Slam-Wettbewerben geschieht: Sinner und Alcaraz dominieren, teilten sich die acht Major-Titel der Spielzeiten 2024 und 2025 freundschaftlich untereinander auf.
Das exzellente Verhältnis bedeutet den beiden Ausnahmetalenten viel, trotz aller Konkurrenz um die großen Trophäen - und Preisgelder. "Es ist schön, eine solche Rivalität zu haben, die einen dazu antreibt, sich zu verbessern. Aber noch wichtiger ist die Freundschaft, die wir außerhalb des Platzes haben", erklärte Alcaraz nach dem verlorenen Endspiel beim Show-Event in Saudi-Arabien. "Die Leute denken vielleicht, dass das unmöglich ist, wenn zwei Spieler um große Ziele konkurrieren, aber das ist nicht so."
Dennoch: Alcaraz hätte den Six Kings Slam schon gerne gewonnen. "Manchmal fühlt es sich an wie Tischtennis. Es macht keinen Spaß, auf der anderen Seite des Netzes zu stehen", scherzte der Weltranglistenerste. Wenn Sinner dermaßen stark spiele, mache ihn das "wütend", aber: "Es motiviert mich, noch mehr zu trainieren und mich zu verbessern", teilte Alcaraz gut gelaunt mit.

Alcaraz foppt Sinner: "fordere dich auf Skiern und im Kart"

Kein Wunder, hisst die Konkurrenz doch verbal die weiße Fahne. "Sie sind Lichtjahre besser", gab Alexander Zverev nach seinem Viertelfinal-Aus in Riad unumwunden zu. Man dürfe in Zukunft nicht mehr nur zuschauen, sondern müsse "sie herausfordern und das auch im Kopf haben".
Und weil die Dominanz derart augenscheinlich ist, unterhielt Alcaraz die Fans mit einer witzigen Idee. "Nächstes Mal dann beim Golf, auf Skiern und im Kart", schrieb der 22-Jährige unter einen Instagram-Beitrag, den Sinner anlässlich seines Sechs-Millionen-Dollar-Coups in Saudi-Arabien postete.
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Carlos Alcaraz und Jannik Sinner scherzen gemeinsam auf Instagram

Fotocredit: Getty Images

"Jannik ist einfach zu gut", ließ er die Netzgemeinde wissen. Natürlich im Bewusstsein, dass dies auch für ihn selbst gilt. Von daher kann man den Scherz mit Ski und Kart mit einem Augenzwinkern auch so deuten, dass der Tennisplatz zu klein geworden ist für die grandiose Rivalität der beiden Freunde. Wie auch immer, Sinner nahm die Herausforderung. "Let's do it", antwortete der 24-Jährige.

Sinner-Alcaraz-Tournee geht weiter

Natürlich wird das nächste Duell aber wieder auf dem Court stattfinden. Der Termin steht quasi schon fest. Da Sinner in der kommenden Woche beim ATP-Turnier in Wien aufschlägt und Alcaraz eine Pause einlegt, müssen die Fans wohl bis zum 2. November warten.
Dann nämlich ist das Endspiel des ATP Masters von Paris angesetzt. Der Titelverteidiger heißt zwar Zverev, es wäre aber eine große Überraschung, wenn es nicht auf ein Finale zwischen der Nummer eins und zwei der Weltrangliste hinausliefe.
Weiter geht die Sinner-Alcaraz-Tournee bei den ATP Finals in Turin (9. bis 16. November), die letzte Station könnte das Davis Cup Final 8 in der zweiten November-Hälfte in Bologna sein.
Und dann? Wäre eigentliche Zeit, ein wenig Skifahren zu gehen. Allerdings wäre dabei die Rollen glasklar verteilt, schließlich war Sinner in jungen Jahren italienischer Jugendmeister im Ski alpin.
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Zverev hadert mit nächster Verletzung

Quelle: SID


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