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Fall Simona Halep - Andrea Petkovic wirbt um Verständnis, Caroline Wozniacki macht aus ihrem Unmut keinen Hehl
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Update 11/04/2024 um 19:46 GMT+2 Uhr
Simona Halep hat bei ihrem Comeback die zweite Wildcard bekommen. Die 32-Jährige greift nach ihrem ersten Auftritt in Miami auf ihrem stärksten Belag an. Beim Sandplatz-Turnier im portugiesischen Oeiras schlägt Halep in der kommenden Woche auf - und nicht alle auf der Tour werden sich freuen. Andrea Petkovic kann die Zweifel nachvollziehen, wirbt bei Eurosport.de aber auch um Verständnis.
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Quelle: Eurosport
Simona Halep hat von Anfang an gegen ihre Sperre gekämpft - und im März vor dem Internationalen Sportgerichtshof einen großen Erfolg errungen. Der CAS reduzierte das Strafmaß der 32-Jährigen von vier Jahren auf neun Monate.
Halep war vergangene Saison von der International Tennis Integrity Agency (ITIA) wegen zweier Verstöße (positiver Test auf das verbotene Roxadustat und Unregelmäßigkeiten im biologischen Pass) gesperrt worden.
Der CAS stellte nun fest, dass die Spielerin glaubhaft nachweisen konnte, dass das "Roxadustat durch den Verzehr eines kontaminierten Nahrungsergänzungsmittels, das sie in den Tagen kurz vor dem 29. August 2022 eingenommen hatte, in ihren Körper gelangt ist", wie es in der Begründung des Gerichts hieß.
Die Anomalien im biologischen Pass wiederum reichen demzufolge nicht aus, um ein Dopingverhalten zu beweisen.
Petkovic: "Zweifel von Wozniacki verstehe ich"
Entsprechend wurde die Strafe massiv auf neun Monate verkürzt. Da diese bereits verbüßt waren, konnte Halep Ende März beim 1000er-Event in Miami auf die Tour zurückkehren - mit einer Wildcard. An diesem Umstand nahm prompt Konkurrentin Caroline Wozniacki Anstoß.
Sie wolle Halep nicht "angreifen, aber es ist meine persönliche Überzeugung, dass man niemandem nachträglich eine Wildcard geben sollte", kritisierte Wozniacki die kurzfristige Einladung, die Halep vom Veranstalter bekam. "Die Zweifel von Caro Wozniacki an der Handhabung der Sache verstehe ich", räumt Andrea Petkovic im Exklusiv-Interview mit Eurosport.de ein.
Petkovic erinnert an Scharapowa: Warum andere Maßstäbe?
Die Darmstädterin, die ihre Karriere bei den US Open 2022 beendete, erinnert an ein prominentes Beispiel der jüngeren Vergangenheit. "Vergessen wir auch nicht, dass Maria Scharapowa ebenfalls mit Wildcards ausgestattet wurde, als sie nach ihrer Dopingsperre zurückkam", führt Petkovic aus und fragt: "Warum sollte man jetzt andere Maßstäbe anlegen?"
Auch bei Scharapowa, bei der 2016 das kurz zuvor auf die Dopingliste aufgenommene Präparat Meldonium nachgewiesen wurde, reduzierte der CAS die Sperre von zwei Jahren auf 15 Monate. Daraufhin erhielt die fünfmalige Grand-Slam-Turniersiegerin eine Wildcard für das WTA-Turnier in Stuttgart, was für Irritation in der Szene sorgte. Angelique Kerber etwa fand die Entscheidung damals “ein wenig seltsam“.
Halep hält dagegen: "Nichts falsch gemacht"
Im Fall von Halep sei der CAS der Argumentation der Spielerin gefolgt, weshalb man der French-Open-Siegerin von 2018 “die Möglichkeit zurückzukommen, nicht nehmen sollte“, betont Petkovic.
Das scheint sogar Wozniacki so zu sehen, wenngleich die 33-Jährige nachschob, dass man sich nach einem Fehler dieser Art “von ganz unten wieder nach oben arbeiten“ solle. Eine Wildcard passt da freilich nicht dazu. “Ich habe nichts falsch gemacht. Ich habe nicht geschummelt. Ich habe nicht gedopt“, hielt Halep dagegen.
Der sportliche Aspekt des Comebacks geriet ob der Debatten ein wenig in den Hintergrund, hat aber einen genaueren Blick verdient. In Miami musste Halep schon nach dem ersten Match die Segel streichen, beim 6:1, 4:6, 3:6 gegen Paul Badosa deutete die Rumänin ihre Klasse aber an.
Comeback macht Halep Mut: "Immer wie ein Sieg"
Halep nutze 80 Prozent (4/5) ihrer Breakmöglichkeiten, schlug passabel auf und dominierte die Spanierin im ersten Satz. Die Matchhärte fehlte freilich noch, sodass Badosa die Partie nach knapp zwei Stunden für sich entscheiden konnte. "Der heutige Tag wird sich immer wie ein Sieg anfühlen", betonte Halep.
Für den zweiten Auftritt hat sich die einstige Nummer eins der Welt ein kleineres Sandplatz-Turnier ausgeguckt, die Oeiras Ladies Open in Portugal. Sie wolle "so viele Matches wie möglich spielen, und die Annahme dieser Wildcard gibt mir die Möglichkeit, dies vor dem portugiesischen Publikum zu tun", erklärte Halep gegenüber lokalen Medien. Sie sei sehr dankbar für diese Chance auf ihrem besten Belag. Nachvollziehbar, schließlich müsste sie sich ohne Wildcard als Nummer 1144 des WTA-Rankings ziemlich weit hinten anstellen.
Um dies zu ändern, braucht Halep jetzt viele Punkte, sprich gute Ergebnisse. Zuzutrauen ist ihr das allemal, der Auftritt von Miami macht Mut. Inwiefern ihr die Konkurrentinnen und die Fans Erfolge gönnen, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt.
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Quelle: Eurosport
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