Guido Pella findet die Initiative der Top-Stars für Tennisspieler außerhalb der Top 100 zwar "großartig". Aber "aktuell geht es nicht nur dem Sport schlecht, sondern allen. Ich glaube, dass kein Tennisspieler gerade verhungert. Daher würde ich mein Geld in dieser speziellen und schweren Zeit lieber wirklich Hilfsbedürftigen geben", sagte der Argentinier dem Radiosender "Metro 95,1".
"Ich bevorzuge lieber den Menschen in meiner Stadt zu helfen", ergänzte Pella.
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Auch die Verteilung des Geldes aus dem Hilfstopf sah die Nummer 35 der Welt kritisch: "Ich nehme einmal Christian Garín als Beispiel. Nach einem guten Start ins Jahr ist er 18. in der Weltrangliste. Aber es scheint ein bisschen willkürlich, dass er jetzt nur aufgrund seines Rankings mehr einzahlen soll, obwohl es seine wirtschaftliche Situation nicht zulässt."

Pella: "Mich fragt keiner, wie es mir geht"

Es sei einfach nicht dasselbe, als wenn Federer, Nadal und Djokovic 30.000 Dollar geben, die bereits 100 Millionen Dollar Preisgeld erspielt haben.
Bei ihm selbst sähe es ähnlich aus, erklärte der 29-Jährige: "Es kann von mir nicht erwartet werden, dass ich Geld gebe, wenn sie meine wirtschaftliche Situation nicht kennen. Als Nummer 35 der Welt fragt mich keiner, ob es mir gut geht oder ob ich eine Familie unterstützen muss."
Bei der Auszahlung an Spieler außerhalb der Top 100 äußerte Pella ebenfalls Zweifel. Auch hier hatte er ein Beispiel parat: "Es gibt Spieler außerhalb der Top 100 wie Jack Sock, der Hilfsgelder bekommen würde, obwohl er in früheren Zeiten bereits zehn Millionen Dollar verdient hat."
Ähnliche Argumente wie Pella hatte vor einer Woche bereits Lleyton Hewitt eingebracht, der sich im Streit um den Spielerfonds ebenfalls auf Thiems Seite schlug. Hewitt sagte: "Ich schaue auf jemanden wie James Duckworth. Er verdient im Moment kein Geld, er schreibt sogar Verluste. Und dennoch möchte die ATP, dass er möglicherweise 5000 oder 10.000 Dollar für Spieler außerhalb der Top 100 spendet."
Der Plan der Big 3 sieht vor, vier Millionen US-Dollar, was in etwa 3,7 Millionen Euro entspricht, über einen Fond einzusammeln.
Gelder, die im Anschluss an die Spieler auf den Weltranglistenplätzen 250 bis 700 verteilt werden sollen. Demzufolge würden die Top 100 des ATP-Rankings rund eine Million Dollar einzahlen, wobei Top-5-Profis 30.000 Dollar spenden sollen, die Spieler dahinter absteigend etwas weniger.
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