Iga Swiatek bezieht Position zu Missbrauchsvorwürfen gegen polnischen Verbandschef: "Kann nicht schweigen"

Iga Swiatek hat sich zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den Präsidenten des polnischen Tennisverbandes (PZT) Miroslaw Skrzypczynski geäußert. Auf Twitter erklärte die Weltranglistenerste: "Ich habe das Gefühl, dass ich als Führende im Frauentennis zu bestimmten Themen nicht schweigen kann." Bei Gewalt und emotionalem Missbrauch sei es sehr wichtig, "an die Opfer zu denken und sensibel zu sein".

Iga Swiatek will ihren Einfluss nutzen

Fotocredit: Getty Images

Zuletzt war die polnische Parlamentsabgeordnete Katarzyna Kotula an die Öffentlichkeit gegangen und hatte ihrem ehemaligen Tennis-Coach Skrzypczyński vorgeworfen, sie als Kind drei Jahre lang wiederholt sexuell missbraucht zu haben.
"Hinter verschlossenen Türen berührte er meine intimen Stellen, meine Brüste und mein Gesäß", berichtete die 45-jährige Politikerin dem Nachrichtenmagazin "Onet".
Skrzypczyński habe sie "über drei Jahre hinweg mindestens ein Dutzend Mal sexuell missbraucht ... Ich war ein Kind, 13 Jahre alt ... Er war ein sexuelles Raubtier."
Swiatek wollte sich zu diesem Thema nun äußern und erklärte: "Ich bin gegen Gewalt im Sport, im Tennis, in jeder Disziplin und im alltäglichen Leben. Deshalb betrachte ich die Artikel über den Präsidenten des polnischen Tennisverbandes als eine ernste Angelegenheit."

Swiatek will Einfluss nutzen, um zu helfen

Sie hoffe, dass die Verantwortlichen "feststellen, was passiert ist. Ich hoffe, dass sie sich um diesen Fall kümmern werden. Es ist nicht meine Aufgabe, die Arbeit von Verbänden und Journalisten zu übernehmen, da die Angelegenheit zu ernst ist und es um das Leben und die Gesundheit von Menschen geht."
Man müsse solche Themen jedoch ansprechen, um für die Opfer da zu sein und an sie zu denken. "Ich versuche, dies so gut wie möglich zu tun. (...) Ich habe das Gefühl, dass ich euch ermutigen kann, Hilfe zu suchen, wenn etwas Schlimmes in Sportvereinen und in jeder Lebenssituation passiert", schrieb die dreimalige Grand-Slam-Siegerin.
Swiatek weiter: "Das kann meine Rolle sein und so kann ich meinen Einfluss hier nutzen - eine Stimme zu sein, die versucht, aufzuklären und daran zu erinnern, dass es am wichtigsten ist, Hilfe zu suchen, wenn man sie braucht."
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Quelle: Eurosport

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