Dominic Thiem erklärt: Darum spielt Roger Federer in der "GOAT"-Debatte für ihn keine Rolle mehr

Für Dominic Thiem gibt es in der Debatte um den besten Tennisspieler der Geschichte einen entscheidenden Faktor. "Meiner Meinung nach sollten die Grand-Slam-Titel das Kriterium sein, um den Besten zu bestimmen", erklärte der US-Open-Sieger von 2020: "Denn sie sind die vier wichtigsten Turniere im Tennis." Daher spielt Roger Federer aus Sicht von Thiem in dieser Diskussion wohl keine Rolle mehr.

Dominic Thiem

Fotocredit: Getty Images

Der mittlerweile 41-jährige Schweizer war im vergangenen Herbst zurückgetreten - mit 20 Grand-Slam-Titeln. Seine beiden langjährigen Widersacher Rafael Nadal und Novak Djokovic schafften es in der Zwischenzeit jedoch schon auf 22 Siege bei den vier großen Turnieren.
Federer hatte als Erster des Trios die Anzahl von 20 Titeln erreicht. 2018 gewann der Eidgenosse bei den Australian Open sein letztes Grand-Slam-Turnier.
Aus Sicht vieler Tennisfans sind jedoch in der Debatte um den "GOAT" (Greatest of all time) nicht nur die Grand-Slam-Titel entscheidend, sondern etwa auch Wochen als Nummer eins im ATP-Ranking, Titel bei den Masters-Turnieren oder Erfolge bei Olympischen Spielen.
Der zurückgetretene Federer hält beispielsweise mit 237 Wochen in Folge an der Spitze der Weltrangliste weiterhin einen beeindruckenden Rekord, an den Nadal und Djokovic wohl nicht mehr herankommen werden.

Thiem traut Djokovic noch einiges zu

Djokovic - nach seinem Sieg bei den Australian Open wieder die Nummer eins - war jedoch insgesamt am längsten an der Spitze (374 Wochen, Stand: 8. Februar). Zudem beendete der Serbe als einziger Spieler sieben Mal ein Jahr als Weltranglistenerster.
Doch für Thiem spielen diese Bestmarken eine untergeordnete Rolle. "Alles andere ist prima, aber es ist nicht dasselbe. Die Slams sind das, was zählt, also wird der 'GOAT' wahrscheinlich derjenige sein, der die meisten Grand Slams hat", erklärte der Österreicher. Diesen Titel machen damit also Nadal und Djokovic unter sich aus.
Besonders dem 35-jährigen Serben traut Thiem nach dessen Erfolg in Australien noch einiges zu. "Ich bin nicht sehr überrascht, Djokovic sieht noch jung aus. Körperlich und mental, wie er sich auf dem Platz bewegt. Es ist, als ob er 25 Jahre alt wäre. Wir müssen ehrlich sein, er ist der Beste, daher war sein Sieg nicht sehr überraschend", analysierte der 29-Jährige, der sich erst vor wenigen Tagen von seinem Management getrennt hatte.
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Quelle: Perform

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