Tim Henman wundert die Zusammenarbeit von Novak Djokovic und Trainer Andy Murray: "Dachte an einen Aprilscherz"
VonNiklas Bien
Publiziert 13/12/2024 um 09:11 GMT+1 Uhr
Novak Djokovic und Andy Murray standen sich in insgesamt sieben Grand-Slam-Finals gegenüber - fünf gingen an den Serben, zwei an den Schotten. Seit Ende November steht fest, dass Murray Djokovic als Trainer unterstützen wird. Eine große Überraschung - auch für Tim Henman. Die ehemalige Nummer vier der Welt hielt die Meldung erst für einen April-Scherz, wie Henman im Eurosport-Interview erklärt.
"Zusammenarbeit spornt mich an": Djokovic über Trainer Murray
Quelle: Perform
"Andys Entscheidung hat mich überrascht. Als ich es im Internet gesehen habe, musste ich erstmal das Datum checken, um sicherzugehen, dass es kein April-Scherz ist", sagt Henman im Gespräch mit Eurosport.
Der mittlerweile 50-jährige Brite spielte sich von 1998 bis 2002 insgesamt viermal ins Halbfinale von Wimbledon. Im Spätherbst seiner Karriere traf Henman viermal auf den 13 Jahre jüngeren Murray - die ersten drei Duelle gingen an Murray, das letzte an Henman.
"Andy war immer ein großartiger Taktiker, ich bin mir sicher, dass neuer Input Djokovic motivieren kann", erklärt Henman, den die schnelle Rückkehr des Schotten auf die Tennis-Bühne wundert. Murray hatte seine aktive Tennis-Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris beendet.
"Ich war überrascht, dass er so schnell zurückwollte", sagt Henmann, hat aber gleich eine mögliche Erklärung parat: "Vielleicht habe ich ihn zu oft beim Golf geschlagen, dass er zurück auf die Tour wollte. Aber wir werden sehen, wie lange es hält."
Zusammenarbeit mit Zündstoff
Dass Murray irgendwann ins Trainergeschäft einsteigen würde, überrascht Henman nicht - der Zeitpunkt allerdings schon. "Wenn du die Möglichkeit bekommst, mit einem der größten Spieler in der Geschichte unseres Sports zu arbeiten, ist es vielleicht eine zu gute Gelegenheit, um sie abzulehnen", sagt der 50-Jährige.
Was feststeht: "Es gibt den Australian Open 2025 eine weitere großartige Geschichte", so Henman, der gespannt auf die ersten Eindrücke der Zusammenarbeit aus dem Trainingscamp in Spanien ist.
Eine Frage bleibt kurz vor der hochkarätigen Zusammenarbeit der beiden Tennis-Stars, die beide durchaus mal für die emotionaleren Töne bekannt sind. "Wer wird da wen anschreien?", fragt sich Henman.
Kaltstart für Trainer Andy Murray
Eine schwierige Phase gleich zu Beginn der Australian Open könnte darüber Aufschluss geben.
"Deshalb möchte ich sehen, dass Djokovic in diesen frühen Matches ein wenig zu kämpfen hat, damit es ein bisschen Spannung gibt, ein paar Widrigkeiten, hoffentlich auch ein wenig Geschrei und Gebrüll in der Box", so Henman.
Es wäre gleich eine erste Bewährungsprobe für Trainer Murray. "Wir werden sehen, wie Andy Murray damit umgeht, wenn er jetzt auf der anderen Seite steht", sagt Henman, ist sich bei einer Sache aber sicher: "Es wird Spaß machen, dabei zuzusehen."
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Quelle: Eurosport
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