US Open 2016 - Andy Murray dominiert pikantes Duell, Dominic Thiem über fünf Sätze

Andy Murray ist mit einem glatten Dreisatzsieg in die US Open gestartet. Der Wimbledonchampion aus Schottland setzte sich in Flushing Meadows gegen Lukas Rosol (Tschechien) 6:3, 6:2, 6:2 durch. Das Match hatte einen pikanten Hintergrund, nachdem beide Spieler 2015 in München heftig aneinandergeraten waren.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

"Ich habe mich gut bewegt und gut gefühlt. Zwar habe ich nicht gleich reingefunden ins Match, aber danach lief es wirklich sehr gut", erklärte Murray nach seinem Erstrundenerfolg bei Eurosport.

Unschöne Vorgeschichte

In der vergangenen Saison hatte Rosol Murray in München bei einem Seitenwechsel offenbar einen leichten Ellbogen-Check verpasst. Das konterte der Brite mit den Worten "No one likes you on the tour. Everyone hates you" ("Niemand mag dich auf Tour. Jeder hasst dich") bedachte.
Murray ließ sich nun bei den US Open durch die Vorgeschichte allerdings nicht ablenken und spielte das Match in nur einer Stunde und 51 souverän nach Hause. Der Olympiasieger, der 2012 in New York seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, trifft nun auf Marcel Granollers aus Spanien.
Nach seinem zweiten Triumph in Wimbledon hatte der Weltranglistenzweite in Rio zum zweiten Mal nach London 2012 olympisches Gold im Einzel gewonnen, beim Vorbereitungsturnier in Cincinnati/Ohio riss seine Serie im Finale nach 22 Siegen.
Dennoch gilt er als Top-Favorit auf den Titel. Murrays größten Kontrahenten Novak Djokovic (Serbien/Nr. 1) plagen gesundheitliche Probleme, bei seinem Viersatzsieg zum Auftakt gegen den Polen Jerzy Janowicz hatte sich der Becker-Schützling am Ellbogen behandeln lassen.

Thiem übersteht Fünfsatz-Marathon

Dominic Thiem entging mit großer Mühe einem Auftakt-Aus und rang in der ersten Hauptrunde den 27 Jahre alten Australier John Millman nach 1:2-Satzrückstand und einem Kampf über 3:05 Stunden mit 6:3, 2:6, 5:7, 6:4, 6:3 nieder.
Damit steht der achtgelistete, österreichische Jungstar unter den letzten 64, wo am Donnerstag Ricardas Berankis wartet. Der Litauer hatte gegen den Tunesier Malek Jaziri nach anfänglichem 3:6, 0:1-Rückstand mit Break, mit 3:6, 7:6 (3), 6:4, 6:2 das bessere Ende für sich.
Thiem hat in Flushing Meadows bei seinen zwei bisherigen Auftritten 2014 das Achtelfinale und 2015 die dritte Runde erreicht und daher aus dem Vorjahr 90 ATP-Punkte zu Buche stehen. 45 davon sind hiermit schon verteidigt.

Karlovic gelingt Fabel-Rekord

Der Herr der Asse hat wieder zugeschlagen: Bei seinem Erstrundensieg über Yen-Hsun Lu aus Taiwan hämmerte der kroatische Aufschlagriese Ivo Karlovic 61 direkte Punkte ins Feld. Der 2,11-m-Hüne pulverisierte damit den US-Open-Rekord des Niederländers Richard Krajicek (49) aus dem Jahr 1999. Der 37 Jahre alte Karlovic trifft nach dem 4:6, 7:6 (7:4), 6:7(4:7), 7:6 (7:5), 7:5 in der zweiten Runde auf Donald Young (USA).
"Ich wusste, dass es viele Asse sind, aber ich wusste nicht, dass es so viele sind", sagte Karlovic, der im zweiten Durchgang 22 Asse servierte und auch eine persönliche Bestmarke aufstellte.
Sein eigener Rekord lag bis dato bei 55 Assen im Match gegen den Australier Lleyton Hewitt 2009 bei den French Open. Die unangefochtene Bestmarke aller Tennis-Matches auf der Profitour hält der Amerikaner John Isner (113) bei seinem legendären 70:68-Sieg im fünften Satz in Wimbledon 2010 gegen den Franzosen Nicolas Mahut.
Karlovic führt jedoch die "ewige" Statistik der ATP-Tour an. Insgesamt hat er nun 11.277 Asse geschlagen, fast 1000 mehr als der zweitplatzierte Goran Ivanisevic (Kroatien).

Del Potro nach Sieg: "Immer noch müde"

16 Tage nach dem Gewinn der olympischen Silbermedaille in Rio de Janeiro ist dem Argentinier Juan Martín del Potro eine erfolgreiche Rückkehr zu den US Open gelungen. In seinem Auftaktmatch bezwang der Turniersieger von 2009 seinen Landsmann Diego Schwartzman 6:4, 6:3, 7:6 (7:3).
"Nach so einer großen Herausforderung wie den Olympischen Spielen ist es nicht leicht. Aber die US Open sind ein besonderes Turnier und ich versuche, ruhig und fokussiert zu bleiben, um möglichst weit zu kommen", so del Potro, der zugab: "Um ehrlich zu sein, ich bin immer noch müde." In der zweiten Runde trifft del Potro auf Steve Johnson (USA).
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung