Andy Murray beichtet lustige Anekdote von Training mit Novak Djokovic aus Zeit als Trainer: "Es war peinlich"
Großbritanniens Tennis-Ikone Andy Murray stuft sein rund halbjähriges Kurzengagement als Trainer des Grand-Slam-Rekordsiegers Novak Djokovic im Rückblick als "erstaunliche Erfahrung" ein. "Ich bin froh, dass ich es gemacht habe", sagte der zweimalige Olympiasieger im "The Tennis Podcast" gut sechs Monate nach der Beendigung der Zusammenarbeit mit dem 38 Jahre alten Serben.
Zusammenarbeit beendet: Novak Djokovic und sein Trainer Andy Murray
Fotocredit: Getty Images
Murray hatte den Trainer-Posten in Djokovics Team vor Jahresfrist wenige Monate nach seinem Laufbahnende beim Olympia-Turnier von Paris übernommen.
Nach Djokovics Halbfinaleinzug bei den Australian Open zu Jahresbeginn und drei weiteren Turnieren des ehemaligen Weltranglistenersten ohne Titelgewinn trennten sich die Wege der einstigen Rivalen wieder.
Trotz des nur überschaubaren Zeitraumes seiner Arbeit mit Djokovic möchte Murray die gemeinsamen Wochen nicht missen.
"Es war für mich eine gute Gelegenheit, weil ich das Gefühl hatte, dass ich irgendwann coachen wollte. Wenn ich es nicht gemacht hätte, hätte ich vielleicht gedacht, dass ich viel hätte lernen können, oder es möglicherweise bereut", erläuterte der Schotte seine damalige Kurzentschlossenheit.
Murray zieht positives Fazit
Sein Fazit fällt umso positiver aus: "Ich habe alles gegeben und viel darüber gelernt, was Coaching bedeutet."
Daneben enthüllte der 38-Jährige auch eine lustige Anekdote von seinem ersten Training mit Djokovic. Im Anschluss an die Session auf dem Tennis-Platz habe ihn der Physiotherapeut des Rekord-Grand-Slam-Siegers gefragt, ob er mit seinem Schützling einen kurzen Lauf absolvieren könne.
"Ich dachte nur: 'Oh mein Gott'", berichtete Murray: "Ich bin nicht gelaufen seit ich 25 war. Auf dem Court schon, aber nie als Teil meines Trainings."
Da es sein erster Tag gewesen sei, habe er sich allerdings keine Blöße geben wollen und deswegen zugestimmt, obwohl er seit seinem Karriereende "nicht in großartiger Form geblieben" sei.
Murray: "Es war peinlich"
"Ich habe ihnen gesagt, dass ich nicht viel trainiert hatte und sie meinten: Es ist okay, es wird ein sanfter Lauf sein" so Murray.
"Ich glaube, er ist ungefähr 50 Minuten gelaufen. Es war in einem Park, der doch einige Hügel hatte. Es ging sehr langsam, aber nach vier oder fünf Minuten fing mein linker Unterschenkel an, zu krampfen", erzählte der dreimalige Grand-Slam-Champion.
"Es war peinlich", ärgerte sich Murray, der sich trotzdem durchbiss: "Dieser Lauf hätte keine große Herausforderung sein sollen, es war so langsam."
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(mit SID)
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