Eurosport
Sie war schuld: Dominika Cibulkova stellt sich gegen Serena Williams
Von
Publiziert 11/09/2018 um 12:45 GMT+2 Uhr
Dominika Cibulkova ist der Meinung, dass Serena Williams die Schuld am Chaos im Finale der US Open trage. Das legte sie mit einem "Instagram"-Kommentar nahe. Serena Williams hatte im Finale gegen Naomi Osaka für einen Skandal gesorgt, als sie den Schiedsrichter Carlos Ramos attackierte.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Serena Williams hat die Tennis-Welt mit dem der US Open (2:6, 4:6 gegen Naomi Osaka) in Aufruhr versetzt.
Noch Tage nach dem Disput mit Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos, der die 36-Jährige wegen Coachings ihres Trainers Patrick Mouratoglou zunächst verwarnt und Williams' Gegnerin schließlich nach weiteren Ausrastern der Amerikanerin erst einen Punkt und dann ein Spiel zugesprochen, beherrscht das Thema die Tennis-Szene.
Eurosport-Expertin Barbara Schett-Eagle fragte nun via Instagram ihre eigene Fan-Gemeinde, wer Schuld am Eklat trage - der Schiedsrichter oder Serena Williams?
Cibulkova-Statement bei Instagram
Neben zahlreichen Fans, die mehrheitlich die Amerikanerin in der Verantwortung für das Chaos sahen, meldete sich auch WTA-Tour-Spielerin Dominika Cibulkova und sprach Serena mit einem einfachen Emoji die Schuld zu - ein kurzer, aber vielsagender Kommentar zum Thema.
Und eine Message mit Vorgeschichte: Bei Wimbledon hatte Cibulkova ihre Setzposition (32) verloren, weil Williams nach ihrer Babypause ein Sonderstatus und Setzposition 25 eingeräumt wurde.
"Ich finde es nicht richtig. Es ist unfair. Ich habe alles dafür getan und würde dann meinen Platz verlieren", hatte Cibulkova zuvor gesagt: "Ich bin eine ehemalige Nummer vier der Welt, wieso sollte ich also nicht gesetzt sein, wenn es mein Recht ist?"
Boris Becker: Serena Williams ist zu weit gegangen
Auch Eurosport-Experte Boris Becker hatte nach der Partie nahegelegt, dass Williams zu weit gegangen war. "Ich bin immer auf der Seite des Spielers. In so einem nervenaufreibenden Spiel verliert man schon mal die Contenance. Nur leider hat Serena dann ein, zwei Regeln gebrochen", sagte Becker:
Am Montag stellte sich auch der Schiedsrichterweltverband "ITF" hinter Ramos. Der Portugiese habe im Damen-Finale nach den Regeln entschieden und stets "professionell und integer" gehandelt.
Mit Statements wie "Einem Mann hätte er dafür nie ein Spiel weggenommen" hatte Williams zudem eine Sexismus-Debatte im Tennis losgetreten. Während sich die WTA in einem Statement dahingehend äußerte, dass zwischen Männern und Frauen nicht mit zweierlei Maß gemessen werden dürfe, war US-Open-Sieger Novak Djokovic beim Thema Williams anderer Meinung.
Novak Djokovic contra Serena Williams
Er sehe die Dinge anders als WTA-Chef Steve Simon, sagte der Serbe:
Viktoria Azarenka hingegen beklagte, dass es bei der Schiedsrichterei im Tennis "zu viele Grauzonen" gäbe und sprach sich wie viele andere - unter anderem auch Becker - für klarere Regeln bezüglich des Coachings während des Spiels aus. Außerdem bemängelte die Weißrussin eine "Inkonsequenz" der Schiedsrichter.
So ganz schuldlos sah die WTA Williams indes auch nicht: Für ihre Ausraster wurde die 23-malige Grand-Slam-Siegerin mit einer Geldbuße in Höhe von 17.000 Dollar (14.700 Euro) belegt.
Werbung
Werbung