Die Trophäe in Roland Garros übt einen immensen Reiz auf die Kielerin aus, fehlt sie ihr doch noch in der Sammlung. In New York und bei den Australian Open hatte sie 2016 schon triumphiert, in Wimbledon siegte sie vor zwei Jahren - die Vollendung ihres Karriere-Grand-Slams mit dem Titel in Paris würde Kerbers beeindruckender Laufbahn die Krone aufsetzen, das hatte sie schon öfters betont.

"Ich werde mich jetzt so gut es geht auf Sand vorbereiten", sagte sie nach dem 1:6, 4:6 gegen die bärenstarke US-Amerikanerin Jennifer Brady: "Ich werde so gut und so viel es geht daran arbeiten, dass ich in Paris ready bin."

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US Open: Kerber trotz Aus zufrieden

Den Grundstein hatte sie in New York auf jeden Fall schon gelegt, nach siebenmonatiger Wettkampfpause überzeugte Kerber bei den US Open mit ansprechenden Leistungen. "Es war nach der langen Pause ein guter Start", sagte die 32-Jährige, trotz des Ausscheidens im Achtelfinale sei sie "zufrieden, wie das hier für mich gelaufen ist". Entsprechend könne sie viel für die anstehende Sandplatzsaison mit dem Highlight in Paris mitnehmen.

"Es ist schon mal gut, dass ich hier ein paar Matches hatte, dass ich dieses Wettbewerbsgefühl und das Grand-Slam-Feeling wieder habe", sagte die frühere Nummer eins der Welt. Und fast noch wichtiger war: Die Zusammenarbeit mit dem alten Erfolgstrainer Torben Beltz funktioniert schon wieder hervorragend.

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US Open: Kerber fühlt sich mit Beltz wohl

Seit Ende Juli wird Kerber wieder von Beltz gecoacht, mit dem 43-Jährigen an ihrer Seite hatte sie einst zwei Grand-Slam-Titel gewonnen und die Spitze der Weltrangliste erklommen. Und auch jetzt fühlt sich Kerber mit Beltz wieder sichtlich wohl, das wurde in New York mehr als deutlich. "Es hat viel Spaß gemacht, auf und neben dem Platz", berichtete Kerber: "Wir haben in den letzten Wochen alles rausgeholt, was wir konnten."

Soll es mit dem ersehnten Titel in Paris aber tatsächlich klappen, muss es noch ein bisschen mehr sein. Dazu will Kerber zum Training zunächst in ihre Tennis-Akademie in ihrer polnischen Heimat reisen, eventuell wird sie noch das Vorbereitungsturnier in Rom (ab 14. September) spielen. Einen genauen Plan hat sie aber noch nicht gefasst.

"Ich muss mich jetzt schnell auf Asche einstellen, aber ich denke, das sollte kein großes Problem sein", sagte Kerber. "Viel Zeit habe ich ja jetzt nicht, aber diese Zeit muss ich deshalb umso mehr nutzen." Die positiven Erfahrungen aus New York sollen dabei helfen.

(SID)

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