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US Open: So verhandelte Novak Djokovic vor der Disqualifikation
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Publiziert 07/09/2020 um 13:02 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic (SRB/1) hat nach seiner Disqualifikation bei den US Open noch auf dem Court versucht, diese im Gespräch mit den Schiedsrichtern zu verhindern. "Das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass mir so etwas bei einem Grand-Slam-Turnier passiert und ihr beschließt, mich aus dem Turnier zu nehmen?", meinte der Weltranglistenerste, nachdem er eine Linienrichterin mit einem Ball abschoss.
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Im Achtelfinale von Flushing Meadows gegen den Spanier Pablo Carreño Busta (ESP/20) hatte Djokovic nach dem Break zum 5:6 im ersten Satz gegen seinen Frust abbauen wollen. Dabei schlug der Serbe einen Ball in Richtung Platzende und traf dabei eine Linienrichterin am Hals.
Stuhlschiedsrichterin Aurélie Tourte rief umgehend Oberschiedsrichter Sören Friemel herbei. Nach kurzer Besprechung der Offiziellen teilte Friemel Djokovic die Disqualifikation am Netz mit. Obwohl dieser sich für sein Verhalten mehrfach entschuldigte und erklärte, dass er "jede Entscheidung akzeptiere", versuchte der 33-Jährige den Turnierausschluss zu verhindern.
"Sie (die Linienrichterin, Anm. d. Red.) muss doch nicht ins Krankenhaus – und ihr wollt mich dafür rauswerfen?", argumentierte Djokovic und schlug mildere Strafen vor: "Ihr habt so viele Möglichkeiten: Punktabzug, Satzverlust."
US Open: Djokovic entschuldigt sich für seinen Fehler
Doch die Schiedsrichter hielten sich ans Regelwerk und nahmen den serbischen Superstar aus dem Turnier. Der 17-malige Grand-Slam-Champions entschuldigte sich später auch per Instagram für seinen Fehler.
Zuletzt war der Kanadier Denis Shapovalov 2017 für eine vergleichbare Aktion disqualifiziert wurde. Im Davis-Cup-Match gegen Großbritannien wollte Shapovalov einen Ball ins Publikum schießen und traf dabei den Hauptschiedsrichter im Gesicht. Der an Position zwölf gesetzte Shapovalov wäre im Viertelfinale der US Open übrigens der nächste Gegner von Djokovic gewesen.
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