"Die Emotionen und die Energie waren so stark, wie es sich anfühlt, wenn man 21 Grand-Slam-Titel gewinnt. Es war wirklich besonders und hat mich in meinem Herzen berührt", ergänzte ein immer noch sichtlich emotionaler Djokovic auf der Pressekonferenz nach dem verlorenen Endspiel.
Die Niederlage gegen den Russen sei "schwer zu verdauen, vor allem wenn man bedenkt, was auf dem Spiel stand".
Er habe aber "etwas gefühlt, das ich noch nie in meinem Leben hier in New York erlebt habe. Die Zuschauer haben mich wirklich berührt und überrascht", meinte der 20-malige Grand-Slam-Sieger.
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Diese Momente schätze er daher besonders: "Die Verbindungen, die man mit den Leuten in solchen Momenten aufbaut, werden lange halten."

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Novak Djokovic durchlebte emotionale Monate

Nach dem nervenaufreibenden, aber überraschend deutlichen Finale, in dem Medvedev am Ende seinen ersten Grand-Slam-Titel feiern konnte, gab der Serbe auch Einblicke in sein Gefühlsleben der vergangenen Monate.
"Die letzten fünf bis sechs Monate haben mich emotional sehr gefordert. Die Grand Slams, Olympia, zuhause in Belgrad zu spielen. Alles, auch die Emotionen, liefen hier zusammen. Leider konnte ich den letzten Schritt nicht gehen", sagte Djokovic. Dennoch sei er mit den Erfolgen in diesem Jahr "sehr glücklich. Ich bin stolz auf das, was mein Team und ich erreicht haben."
Der 34-Jährige gewann die drei vorherigen Grand-Slam-Titel in diesem Jahr bei den Australian Open, French Open sowie Wimbledon. Mit einem Erfolg bei den US Open wäre Djokovic seit 1969 der erste Tennis-Profi gewesen, der alle vier Grand-Slam-Turniere in einem Kalenderjahr gewinnen konnte. Zuletzt war dies Rod Laver vor 52 Jahren gelungen.

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Djokovic setzt sich neue Ziele

Nun sei er aber "erleichtert, dass es vorbei ist. Der Weg zu diesem Turnier hin und auch die Emotionen, die ich über das Turnier hinweg durchlebt habe, waren mental einfach sehr viel."
Sein Vorhaben, alleiniger Grand-Slam-Rekordchampion vor Roger Federer (Schweiz) und Rafael Nadal (Spanien) zu werden, konnte Djokovic ebenfalls nicht umsetzen. Alle drei Stars stehen weiter bei 20 Titeln bei den vier wichtigsten Turnieren des Jahres.
Doch der Serbe richtete gleich eine kleine Kampfansage an die Konkurrenz: "Es gibt neue Herausforderungen. Ich versuche aus harten Niederlagen immer etwas zu lernen und besser zu werden. Solange ich die Motivation habe, werde ich weitermachen."
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(mit SID)

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