Ons Jabeur im zweiten Anlauf? Tunesierin will im Finale gegen Iga Swiatek Tennisgeschichte schreiben

Ons Jabeur war in Wimbledon als Finalistin nah dran, als erste afrikanische Spielerin ein Grand-Slam-Turnier im Einzel zu gewinnen. Bei den US Open in New York soll es nun klappen. Es wird eine Herkulesaufgabe, denn es geht gegen die Weltranglistenerste Iga Swiatek. "Iga spielt wahrscheinlich einen Gang zu schnell für Ons", glaubt Mats Wilander. Es gebe aber ein Argument, das für Jabeur spreche.

Swiatek oder Jabeur? Das sagen die Finalistinnen vor dem Showdown

Quelle: Eurosport

Ons Jabeur streckte ihre Arme und Beine von sich und genoss den Glücksmoment auf dem Hartplatz im Arthur-Ashe-Stadium, wenig später lächelte auch Iga Swiatek hochzufrieden. Die Beiden kämpfen am Samstag (ab 22:00 Uhr live im TV bei Eurosport 1 und auf discovery+) bei den US Open um den Titel.
Wie auch immer das Endspiel ausgeht, es wird eine Premiere geben: Noch nie gewann eine Spielerin aus Polen oder Tunesien den Klassiker von Flushing Meadows im Einzel.
Die Rollen scheinen indes klar verteilt.
Swiatek ist als Nummer eins der Setzliste die Favoritin. Jabeur gilt als Herausforderin, zumal sie in der Vergangenheit in erster Linie auf Sand und Rasen zu überzeugen wusste.
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Halbfinale: Jabeur in 65 Minuten zum Endspielticket - Highlights

Quelle: Eurosport

Von 14 Turniersiegen auf ITF- und WTA-Level holte "La ministre du Bonheur", wie die Sportlerin in Anlehnung an ihre fröhliche Art in der Heimat genannt wird, acht auf Sand, fünf auf Rasen - und nur einen auf Hartplatz.

Jabeur hält im direkten Vergleich mit Swiatek mit

"Ich denke, dass Swiatek die Erfahrung, wie man ein Grand-Slam-Finale für sich entscheidet, enorm helfen wird. Für Jabeur ist der zweite Einzug ins Endspiel unglaublich, aber es macht einen großen Unterschied, ob man einen Major-Wettbewerb gewonnen hat oder 'nur' im Endspiel war", erklärt Mats Wilander exklusiv bei Eurosport.
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Halbfinale: Swiatek dreht Match gegen Sabalenka - Highlights

Quelle: Eurosport

Immerhin: Der direkte Vergleich ist ausgeglichen, 2:2 steht es nach vier Duellen.
Das einzige Match in diesem Jahr, das Finale beim WTA-Turnier in Rom, entschied Swiatek zu ihren Gunsten.

Wilander: Das spricht für Jabeur

"Die Frage ist, ob Jabeur gegen das schnelle Spiel von Swiatek ein Rezept findet", so Wilander.
Es gebe aber einen Faktor, der für die 28-jährige Tunesierin spreche. "Die einzige taktische Komponente, die gut für Jabeur ist, ist das Service - ein Slice-Aufschlag, der tief bleibt. Damit könnte sie die Vorhand ihrer Kontrahentin angreifen."
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Swiatek verrät: Toilettenpause brachte die Wende

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Jabeur selbst betonte, dass es sich in New York "realer" als in Wimbledon anfühle, im Finale zu stehen.
"In Wimbledon habe ich meinen Traum gelebt und konnte es nicht glauben", so die Weltranglistenfünfte, die sich damals Elena Rybakina im Endspiel 6:3, 2:6, 2:6 geschlagen geben musste. Sie habe danach "viel Druck verspürt" und sei "jetzt erleichtert, dass ich meine Leistung bestätigen konnte".
Dies würde sie nun gerne mit einem weiteren Sieg untermauern.
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Keinen Moment der US Open verpassen: So funktioniert discovery+

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