US Open - Stefanos Tsitsipas findet nach Erstrunden-Fiasko deutliche Worte: "Fast wie ein Amateur gespielt"

Stefanos Tsitsipas gehörte bei den US Open zu den Favoriten und ist trotzdem schon in Runde eins gescheitert. Das 0:6, 1:6, 6:3, 5:7 gegen Daniel Elahi Galán ist ein Paukenschlag. Hätte Tsitsipas nicht Probleme am rechten Unterarm gehabt, müsste man von einer Sensation sprechen. Es ehrt ihn, dass er dennoch klarstellte: "Er hat wie ein Weltklassespieler gespielt und ich fast wie ein Amateur."

1. Runde: Tsitsipas erwischt komplett gebrauchten Tag - Highlights

Quelle: Eurosport

Wenn der Außenseiter nach der Partie vom "besten Spiel der Karriere" spricht, ist das für den Favoriten nie ein gutes Zeichen. Das war bei Stefanos Tsitsipas nicht anders.
Der an Position vier gesetzte Grieche war angetreten, seine bislang schwachen US-Open-Ergebnisse vergessen zu machen und vielleicht sogar den ersten Grand-Slam-Titel einzufahren. "Ich war sehr gut vorbereitet, ich habe im Training sehr gut gespielt", erzählte Tsitsipas nach der Niederlage gegen Daniel Elahi Galán auf der Pressekonferenz.
Mehr noch: "Ich habe mich die Tage wie ein echter New Yorker gefühlt."
Leider, so muss man aus Sicht des Weltranglistenfünften konstatieren, schlug sich das auf dem Platz in keiner Weise nieder.
Tsitsipas gewann im ersten Satz ganze sieben Ballwechsel und es dauerte bis zum Stand von 0:6, 0:5, ehe es der 24-Jährige aufs Scoreboard schaffte. Nach nur zwei Stunden und 48 Minuten war die US-Open-Mission des Titelkandidaten zu Ende.
Geklappt hat fast nichts: Tsitsipas leistete sich mehr unerzwungene Fehler (57:36), mehr Doppelfehler (4:1) und schlug deutlich weniger Winner (28:41) als Galán.
Sicher: Tsitsipas war eingeschränkt, ließ sich mehrmals seinen rechten Unterarm massieren.

Tsitsipas: "Ich bin besser als das"

Dennoch führte die Nummer vier der Setzliste andere Gründe ins Feld, um den Knockout zu erklären. Er müsse "ein bisschen mehr an den negativen Gedanken arbeiten und mich nicht von ihnen beeinflussen lassen", so Tsitsipas. "Denn ich bin besser als das, ich bin ein viel besserer Spieler und Athlet, aber heute definitiv nicht."
Die Tatsache, dass er trotz seiner überragenden Fähigkeiten bei nunmehr fünf Hauptfeldteilnahmen in Flushing Meadows nie über die 3. Runde hinauskam, wollte Tsitsipas ebenfalls nicht als Ausrede gelten lassen. "Ich hatte hier nie wirklich eine gute Vergangenheit, aber ich mag das Turnier sehr."

Tsitsipas greift neues Ziel in der Weltrangliste an

Theoretisch hätte Tsitsipas bei den US Open sogar den Sprung auf Platz eins des ATP-Rankings schaffen können. Kann man für einen Nebenaspekt halten, doch auch in dieser Hinsicht hatte er sich Hoffnungen gemacht.
"Ich war vor Beginn des Turniers sehr motiviert und aufgeregt, weil ich wusste, dass ich es nutzen kann, um der Nummer eins näherzukommen", berichtete der Grieche. "Der Abstand ist nach den US Open nicht mehr so gering wie im Moment, aber ich werde trotzdem versuchen, bis zum Ende des Jahres so viele Punkte wie möglich zu sammeln, um vielleicht unter die Top 3 zu kommen."
Klare Selbstanalyse, eindeutige Ziele, keine Suche nach Ausreden - Tsitsipas mag auf dem Court enttäuscht haben, im Umgang mit der Niederlage aber überzeugte er vollkommen.
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Quelle: Eurosport

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