US Open: Weg für Alexander Zverev ins Finale von New York frei? Klarer Fokus nach Favoritensterben

Alexander Zverev hat freie Bahn, zumindest bis ins Finale der US Open. So wirkt zumindest die Ausgangslage für den Tokio-Olympiasieger nach dem Scheitern von Superstar Novak Djokovic in New York. Doch Zverev will nicht zu früh zu weit blicken: Schritt für Schritt gilt es nun, erst einmal die anstehenden Hürden zu meistern, bevor im Endspiel wieder große Namen warten dürften.

Alexander Zverev bei den US Open in New York 2024

Fotocredit: Getty Images

Ganz kalt ließ Alexander Zverev das ungewöhnliche Favoritensterben bei den US Open nicht. "Es ist schon ein großer Name", sagte Zverev mit Blick auf das sensationelle Aus von Novak Djokovic, das ihm vermeintlich die Tür ins Endspiel von New York öffnet - auch wenn er nach seinem Achtelfinaleinzug noch auf die Euphoriebremse trat: "Ich muss mich auf mich selber konzentrieren. Jeder kann bei einem Grand Slam überragendes Tennis spielen."
Doch auch Deutschlands Tennisstar weiß, wie groß die Chance auf seinen ersten Major-Titel nach der ersten Woche in Flushing Meadows ist. Mit Olympiasieger Djokovic verabschiedete sich sein möglicher Halbfinalgegner frühzeitig, auch Wimbledon-Champion Carlos Alcaraz scheiterte krachend. In seiner Turnierhälfte ist Zverev nun der am höchsten gerankte Spieler - mit dem ungesetzten US-Amerikaner Brandon Nakashima wartet am Sonntag (ca. 22.30 Uhr im Liveticker) zudem ein machbarer Gegner in der Runde der letzten 16.
"Ich gehe davon aus, dass es ein schweres Match wird", sagte Zverev nach seiner erfolgreichen Nachtschicht in der dritten Runde beim Ausradeln auf dem Fitness-Fahrrad über den US-Amerikaner. Der Fokus vor dem Match am Sonntag (16:30 Uhr Ortszeit) lag beim Hamburger auf der Regeneration, nachdem er den Argentinier Tomas Martin Etcheverry in der Nacht zu Samstag erst um 2:35 Uhr besiegt hatte. Im Anschluss an den mühsam erkämpften Viersatz-Sieg wollte er nur noch "schnell ins Bett".

Zverev: Erst im Finale warten die Stars

Während der Partie hatte er live das Aus von Djokovic mitbekommen - was ihn zum Ende des ersten Satzes aus dem Konzept brachte. "Man kriegt das mit, vielleicht war das irgendwo ein bisschen störend, weil ich weiß, dass Novak jetzt nicht mehr in meiner Hälfte ist", sagte der 27-Jährige, der sich gegen Etcheverry in der Folge aber steigerte und seinen 100. Sieg bei einem Grand Slam einfuhr.
Im Kampf um die US-Open-Krone verbleiben nun der formstarke Weltranglistenerste Jannik Sinner (Italien) und Angstgegner Daniil Medvedev aus Russland als Hauptkonkurrenten - auf beide kann Zverev aber erst im Finale treffen. Im 35. Anlauf scheint die Zeit reif für den ganz großen Coup.
"Ich habe sehr hart dafür gearbeitet. Natürlich möchte ich eines Tages eine Grand-Slam-Trophäe stemmen. Das ist kein Geheimnis", hatte der Tokio-Olympiasieger betont. Die Erfüllung seines Traums im Big Apple wird immer wahrscheinlicher.
(SID)
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Tiebreak-Thriller! Sinner bezwingt Zverev im Halbfinale

Quelle: SNTV


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