US Open: Carlos Alcaraz scheitert in Runde zwei, Botic van de Zandschulp siegt in drei Sätzen - "Muss das lernen"

Tennis-Superstar Carlos Alcaraz ist völlig überraschend schon in der zweiten Runde der US Open gescheitert. Der spanische Weltranglistendritte unterlag in New York dem ungesetzten Niederländer Botic van de Zandschulp nach einer desolaten Vorstellung im Arthur Ashe Stadium glatt in drei Sätzen mit 1:6, 5:7, 4:6 und musste seinen Traum vom dritten Grand-Slam-Titel in Folge vorzeitig begraben.

Carlos Alcaraz scheitert bei den US Open in New York

Fotocredit: Getty Images

Carlos Alcaraz fehlten die Worte. "Ich weiß nicht, was ich gerade sagen soll", begann der Spanier, als er nach einer Erklärung für sein Sensations-Aus gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp in der 2. Runde der US Open suchte. Mit einer desolaten Vorstellung hatte der spanische Superstar unfreiwillig für eine der größten Überraschungen der jüngeren Tennis-Geschichte gesorgt - und sich dabei selbst nicht wiedererkannt.
"Heute habe ich gegen einen Gegner und gegen mich selbst gespielt. So viele Emotionen, die ich nicht kontrollieren konnte. So darf das nicht sein, wenn ich Großes erreichen will", sagte Alcaraz nach der glatten 1:6, 5:7, 4:6-Niederlage gegen den 74. der Weltrangliste, die ihn schockiert zurückließ: "Also muss ich es verbessern. Ich muss das lernen."
Völlig unerwartet platzte am Donnerstagabend (Ortszeit) der Traum des Weltranglistendritten vom dritten Grand-Slam-Titel in Folge - 15 Spiele in Serie hatte der French-Open- und Wimbledon-Champion bei einem Major gewonnen, ehe eine der größten Enttäuschungen seiner jungen und erfolgreichen Karriere folgte.
Bei einem Grand Slam war er zuletzt vor über drei Jahren (Wimbledon 2021) vor der dritten Runde ausgeschieden. Vor zwei Jahren hatte Alcaraz in New York noch seinen ersten Major-Titel gewonnen. Für van de Zandschulp, Nummer 74 der Welt, ist es der größte Sieg seiner Laufbahn.
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Carlos Alcaraz scheitert bei den US Open in New York

Fotocredit: Getty Images

US Open: erster Topfavorit raus

"Das ist ein unglaublicher Abend, das erste Mal im Arthur Ashe", sagte van de Zandschulp im On-Court-Interview: "Ich habe von dem ersten Punkt an daran geglaubt, dass ich eine Chance habe." Es war erst der zwölfte Sieg für den Niederländer auf der ATP-Tour in der gesamten Saison.
Der Olympia-Zweite Alcaraz war zusammen mit Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic und dem Weltranglistenersten Jannik Sinner als Topfavorit in das Turnier in der US-Metropole gestartet. Für Sinner, der in einem möglichen Halbfinale der Jungstars auf Alcaraz gewartet hätte, scheint der Weg ins Endspiel von Flushing Meadows nun frei.
Vielleicht habe er nach dem anstrengenden Tennis-Jahr inklusive verlorenem Olympia-Endspiel gegen Djokovic "nicht so viel Kraft gehabt, wie ich dachte", sagte Alcaraz, der das aber nicht als Ausrede für seine schlechte Leistung am Donnerstag gelten lassen wollte.
Gegen den Niederländer fand er nie zu seinem Spiel, den ersten Satz gab Alcaraz nach nur 30 Minuten ab. Auch in der Folge spielte van de Zandschulp weit über seinem Niveau, Alcaraz blieb fehlerhaft, schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf und schenkte van den Zandschulp das entscheidende Break im zweiten Satz mit einem Doppelfehler.

Keine Comeback-Premiere für Alcaraz

Nach einem 0:2-Satzrückstand hatte Alcaraz in seiner Profi-Karriere noch nie ein Match gedreht, so auch diesmal nicht. Van de Zandschulp blieb der bessere Spieler, auch wenn bei Alcaraz zwischenzeitlich kurz das Lachen zurückkam. Nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit nutzte der eiskalte Niederländer seinen ersten Matchball zum Sieg - und ließ die Tennis-Welt staunend zurück.
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(SID)

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