US Open: Caroline Garcia veröffentlicht schlimme Hass-Nachrichten nach frühem Aus - Tennis-Stars unterstützen Französin
VonNiklas Bien
Update 29/08/2024 um 11:21 GMT+2 Uhr
Die Französin Caroline Garcia hat nach ihrem Erstrundenaus bei den US Open Anfeindungen öffentlich gemacht, die sie in den sozialen Netzwerken erhalten hat. "Du bist ein Stück Sch***e", "Ich hoffe, deine Mutter stirbt bald" oder "Du solltest darüber nachdenken, dich zu erschießen" sind nur die Spitze des Eisbergs. Auch andere Tennisspieler teilten in der Folge ähnliche Erfahrungen.
Caroline Garcia scheiterte bei den US Open bereits in Runde eins
Fotocredit: Imago
Die 30-jährige Garcia gab mit den veröffentlichten Nachrichten einen Einblick in das Postfach von Profisportlern. "Dies sind einige der Nachrichten, die ich in letzter Zeit erhalten habe, nachdem ich einige Spiele verloren habe. Es gibt Hunderte. Und jetzt, da ich 30 Jahre alt bin, tun sie immer noch weh, denn am Ende des Tages bin ich nur ein normales Mädchen, das wirklich hart arbeitet und sein Bestes gibt", schrieb die Französin bei X.
Die Anfeindungen sollen vor allem aus dem Umfeld von Sportwetten kommen. Garcia will Sportwetten deswegen zwar nicht verbieten - die enge Zusammenarbeit mit dem professionellen Sport kann sie indes aber auch nicht nachvollziehen.
"Turniere und der Sport arbeiten weiterhin mit Wettunternehmen zusammen, die immer wieder neue Menschen für ungesunde Wetten begeistern. Ich sage nicht, dass sie verboten werden sollten, da es den Menschen freisteht, mit ihrem Geld zu machen, was sie wollen. Aber vielleicht sollten wir sie nicht fördern", forderte sie.
Sie selbst habe Wege entwickelt, mit diesen Nachrichten umzugehen, gerade jüngere Sportler könnten diese Angriffe aber tiefer gehend beschäftigen.
Garcia erhält Zuspruch - Zverev teilt eigene Erfahrungen
Auch deshalb wünscht sie sich mehr Verständnis vonseiten der Verfasser jener Hass-Nachrichten. "Vielleicht denken sie, dass es uns nicht schadet. Aber das tut es. Wir sind Menschen", betonte Garcia, die von Iga Swiatek Zuspruch für ihren Vorstoß bekam. "Danke für diese Stimme", schrieb die Weltranglistenerste dazu auf X.
Alexander Zverev bestätigt den Eindruck der Französin. Dass jemand seiner Mutter den Tod wünscht, höre er jeden Tag. "Das musst du weg ignorieren. Was willst du da machen. Es gibt überall auf der Welt dumme Menschen", sagte der Weltranglistenvierte.
Die deutsche Drittrunden-Teilnehmerin Jule Niemeier hat für sich persönlich schon die Reißleine gezogen und die Kommentarfunktion ausgestellt. "Wenn ich es vermeiden kann, die Nachrichten zu lesen, dann mache ich das", sagte die 25-Jährige.
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