Caroline Garcia äußert sich kritisch zum überladenen Turnierkalender im Tennis: "Haben wir eine Grenze überschritten?"
Publiziert 06/05/2025 um 11:18 GMT+2 Uhr
Die frühere Weltranglistenvierte Caroline Garcia hat sich kritisch zum überladenen Turnierkalender im Tennis geäußert. Die Französin betonte, dass der permanente Leistungsdruck viele Spielerinnen und Spieler körperlich an ihre Grenzen bringt. Besonders alarmierend sei dabei der zunehmende Gebrauch von Schmerzmitteln, der ihrer Ansicht nach eine bedenkliche Entwicklung im Spitzensport darstellt.
Caroline Garciawarnt vor zu großem Druck im Leistungssport
Fotocredit: Getty Images
In einem "LinkedIn"-Post äußerte die Französin ihre Besorgnis über den zunehmenden Druck im Tennissport und die negativen Auswirkungen, die dieser auf die Athletinnen und Athleten hat.
"Versteht mich nicht falsch - Größe verlangt Opfer. Schmerz, Unbehagen und Herausforderungen sind unvermeidlich auf dem Weg zu Höchstleistungen. Aber es gibt eine Grenze, die wir erkennen und achten sollten", mahnte die 31-Jährige in ihrem Beitrag.
Garcia ging noch näher darauf ein und nannte sich selbst als Beispiel. "In letzter Zeit war ich stark auf Entzündungshemmer angewiesen, um die Schmerzen in meiner Schulter zu lindern. Ohne diese Medikamente wäre der Schmerz kaum erträglich", gab die ehemalige Weltranglistenvierte zu.
"In den vergangenen Monaten habe ich Kortison-Injektionen, Plasmabehandlungen und weitere Therapien erhalten, nur um überhaupt noch in der Lage zu sein, zu spielen", führte die Französin weiter aus.
Garcia: "Haben wir inzwischen eine Grenze überschritten?"
Für Garcia liegt der Ursprung dieser bedenklichen Entwicklungen im enormen äußeren Druck, der bereits in Kindertagen ausgeübt wird: "Sportlerinnen und Sportlern wird von klein auf eine bestimmte Denkweise vermittelt - dass es als ehrenhaft oder notwendig gilt, auch mit Verletzungen weiterzuspielen."
Genau diese Haltung sieht die Französin als ein zentrales Problem im Tennis, das langfristig schwerwiegende Folgen für jede Sportlerin und jeden Sportler haben könne.
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Caroline Garcia veröffentlicht diese Bild unter ihrem LinkedIn-Post
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"Ich frage mich: Ist es wirklich sinnvoll, unseren Körper ständig an die Belastungsgrenze zu bringen? Ist es tatsächlich ein Zeichen von Erfolg, wenn man mit vierzig Jahren unter chronischen Schmerzen leidet – als Folge jahrelanger sportlicher Höchstleistungen? Oder haben wir im Profisport inzwischen eine Grenze überschritten?", stellt die Französin das bestehende System kritisch infrage.
Tennisstars schlagen Alarm
Vom Profisport leben zu können, sei "ein großes Privileg, für das ich sehr dankbar bin. Doch den eigenen Körper permanent zu überfordern, nur um im Wettkampf bestehen zu können – vielleicht ist das eine Grenze, die wir nicht überschreiten sollten", ergänzt sie nachdenklich.
Der Ursprung dieses Problems liege für Garcia vor allem im übervollen Turnierkalender. Ein Event jagt das nächste, was den Athletinnen und Athleten kaum Raum für Erholung lässt.
Caroline Garcia ist dabei nicht die Erste, die den dichten Spielplan kritisiert. Auch Topstars wie Carlos Alcaraz und Iga Swiatek haben sich in der Vergangenheit bereits kritisch dazu geäußert.
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Highlights: 17-jährige Andreeva stoppt Swiatek in Dubai
Quelle: Perform
Nach ihrer Niederlage gegen Mirra Andreeva im Februar in Dubai betonte Swiatek, wie sehr ihr die enge Taktung der Turniere zu schaffen mache: "Der volle Kalender ist definitiv ein Problem. Es ist einfach nicht möglich, über Jahre hinweg konstant gute Leistungen zu bringen, wenn man jede Woche antreten muss."
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1. Runde: Lys verlangt Garcia alles ab - Highlights
Quelle: Eurosport
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