US Open - Jack Draper hisst nach Niederlage im Halbfinale gegen Jannik Sinner die Fahne: "Werde es nicht schaffen"

Jack Draper stand bei den US Open 2024 in New York erstmals in einem Grand-Slam-Halbfinale. Jannik Sinner war dort jedoch eine Nummer zu groß - Draper verlor in drei Sätzen (5:7, 6:7 (3:7), 2:6) und musste sich dabei mehrfach übergeben. Was zu seinem größten Karrierematch werden sollte, wurde zur Tortur. "Ich habe mich noch nie so elend auf einem Tenniscourt gefühlt", gab der Brite zu.

Jack Draper unterlag Jack Draper im US-Open-Halbfinale

Fotocredit: Getty Images

Ein ausverkauftes Arthur Ashe Stadium, die Atmosphäre, der Gegner, die ganz große Bühne eben - alles etwas zu viel für Draper.
"Ich war schon aufgeregter und nervöser als sonst", sagte der 22-Jährige. "Ich bin generell ein etwas ängstlicher Mensch und wenn man gegen Spieler wie Sinner antritt, ist die Intensität viel höher", fügte er hinzu.
Alles zusammen habe dazu geführt, dass sich Draper ab Mitte des zweiten Satzes krank fühlte. "Vor dem Match hatte ich keine Probleme, aber es hat sich offensichtlich etwas aufgebaut. Die ersten beiden Sätze haben sehr lange gedauert und es wurde immer schlechter", so Draper.
Er habe nicht die nötigen Nährstoffe zu sich nehmen können, weil der Magen nicht mitmachte. "Wenn du dich krank fühlst, kannst du natürlich nichts in deinen Körper aufnehmen, denn es kommt direkt wieder raus - das ist das schlimmste Gefühl überhaupt", sagte er.

Becker schwärmt von Draper: Kommender Superstar

An Aufgabe habe er jedoch keine Sekunde gedacht. Draper: "Ich werde mich nicht im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers zurückziehen. Ich weiß, dass der dritte Satz sah für Außenstehende nicht gut aus, aber ich versuche immer, mein Bestes zu geben."
Die Erfahrung aus seinem ersten Halbfinale bei einem Grand Slam hat Draper nicht gerade zuversichtlicher gemacht, was große Siege in der Zukunft angeht.
"Ich habe alles versucht, hart gekämpft und bin stolz auf mich. Aber ich werde es einfach nicht schaffen, gegen jemanden wie Sinner zu gewinnen", sagte er.
Eine bemerkenswerte Aussage angesichts seiner erst 22 Jahre und seiner herausragenden Fähigkeiten. Boris Becker, der die US Open für "sportdeutschland.tv" kommentiert, sprach am Freitag jedenfalls von einem "neuen Superstar" am Horizont.


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