Justine Henin exklusiv bei Eurosport über Alexander Zverev: Grand-Slam-Bilanz des Deutschen "eine Enttäuschung"
Publiziert 12/09/2024 um 19:00 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev könnte eigentlich hochzufrieden mit seinem Tennis-Jahr 2024 sein. In der Weltrangliste der ATP steht der Hamburger auf Rang zwei, hat somit seine höchste Karriereplatzierung eingestellt. Ein Makel bleibt allerdings bestehen: Ein Grand-Slam-Sieg gelang Zverev auch in diesem Jahr nicht. Für Justine Henin, frühere Nummer eins bei den Damen, ist der Deutsche daher "eine Enttäuschung".
"Schrecklich von mir": Zverev nach US-Open-Aus tief frustriert
Quelle: Perform
Die Belgierin äußerte sich zum Ende der US Open in New York exklusiv bei Eurosport zu Zverev. So habe sie die deutsche Nummer eins als "extrem defensiv" empfunden.
"Man sagt sich doch, wenn man irgendwann einmal einen Grand Slam gewinnen will, muss man noch mehr wagen. In diesem Match gegen Taylor Fritz ist er allerdings wieder in alte Muster zurückgefallen."
Gegen den US-Amerikaner hatte sich der 27-Jährige im Viertelfinale in New York in vier Sätzen geschlagen geben müssen.
Henin nannte dies "eine Enttäuschung – sicherlich auch für ihn selbst. Er hatte Erwartungen an sich."
Henin: Zverev kann von Djokovic lernen
In den "großen Momenten", so Henin weiter, gehe es um das richtige "Mindset". Bei Zverev müsse "nun etwas passieren. Und jetzt klemmt es trotzdem." Dass dies so sei, sei "kein Zufall", so die siebemalige Grand-Slam-Siegerin.
Auch die Jahresplanung des Deutschen kritisierte die Belgierin. "Es war sein 73. Spiel. Er hat behauptet, seine Rückhand habe ihn in dem Match gegen Fritz im Stich gelassen. Aber für mich geht es um mehr als das. Irgendwann muss man anfangen, sich selbst zu schonen und zu versuchen, seinen Höhepunkt zu finden. Djokovic ist darin ein Meister. Das ist etwas, woran Zverev noch arbeiten sollte", analysierte Henin.
"Er ist sehr konstant, aber gleichzeitig hatte er eine goldene Gelegenheit, zumindest das Finale zu erreichen, und er konnte sie nicht nutzen", schloss die 42-Jährige.
Ob Zverev diese Tipps annimmt, ist fraglich. Im kommenden Jahr wird der Deutsche aber ganz sicher wieder einen Grand-Slam-Titel als großes Ziel ausrufen.
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