US Open 2024 - Nick Kyrgios sendet Botschaft an Jannik Sinner: "Werde in der Umkleide nicht mehr so freundlich sein"
Nick Kyrgios hat seine Kritik an der Entscheidung, Jannik Sinner trotz zweier positiver Tests auf das verbotene Steroid Clostebol nicht zu sperren, bekräftigt und bei "ESPN" nachgelegt. In Zukunft werde er "nicht mehr so freundlich" gegenüber dem Italiener sein. Bereits zuvor hatte der Australier in den sozialen Medien eine zweijährige Sperre für Sinner gefordert.
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Quelle: Perform
Nick Kyrgios hat eine Botschaft an Jannik Sinner gesendet. "Ich werde in Zukunft nicht mehr so freundlich sein, wenn ich ihn in der Umkleide treffe", sagte der Australier in seiner Rolle als Experte für "ESPN" im Rahmen der US Open.
Sinner war im März zweimal positiv auf das verbotene Steroid Clostebol getestet worden, jedoch um eine längere Sperre herumgekommen. Die Nummer eins der Welt habe nachvollziehbar darlegen können, dass er durch seinen Physiotherapeuten unschuldig kontaminiert worden sei.
In den Augen von Kyrgios wenig nachvollziehbar. Bereits nach dem Bekanntwerden von Sinners positiven Proben hatte er auf "X" Kritik an der Entscheidung geübt und eine zweijährige Sperre für den 23-jährigen Italiener gefordert.
"Ich stehe zu allem, was ich in den sozialen Medien geschrieben habe. Viele meiner Freunde mussten Doping-Sachen durchmachen und wurden gesperrt", bekräftigte der Australier seine Meinung.
Kyrgios prangert Ungleichbehandlung an
Kyrgios habe "persönlich" nichts gegen Sinner und wisse, "wie wichtig er in den kommenden 15 Jahren sein wird." Vielmehr prangerte der 29-Jährige die Ungleichbehandlung in solchen Fällen an: "Wir haben es bei Halep und anderen gesehen. Jedes Mal, wenn so etwas (Dopingfälle, Anm. d. Red.) aufkommt, gibt es unterschiedliche Prozesse für unterschiedliche Spieler."
Für eine Gleichbehandlung aller Tennisprofis sowie ein standardisiertes Vorgehen hatte sich jüngst auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic stark gemacht. "Wir müssen verstehen, wie wir alles standardisieren können, damit jeder Spieler, unabhängig von seinem Ranking oder Profil, die gleiche Behandlung erfahren kann", sagte der Serbe im Vorfeld der US Open.
Sinner beteuerte auf einer Pressekonferenz seine Unschuld: "In meinem Kopf weiß ich, dass ich nichts falsch gemacht habe", so der amtierende Australian-Open-Champion: "Ich respektiere diese Anti-Doping-Regeln, und ich werde sie immer respektieren."
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