US Open 2024: Alexander Zverev wackelt im "Zimmer-Duell" mit Maximilian Marterer nur kurz und zieht in zweite Runde ein

Alexander Zverev hat die erste Hürde bei den US Open 2024 genommen. Im deutschen Duell gegen Maximilian Marterer, mit dem sich der 27-Jährige während der Olympischen Spiele in Paris ein Zimmer geteilt hatte, behielt er mit 6:2, 6:7 (5:7), 6:3, 6:2 die Oberhand. In der zweiten Runde wartet nun der Sieger aus dem Duell des Franzosen Alexandre Müller und Adam Walton aus Australien.

Alexander Zverev zieht in die zweite Runde der US Open ein

Fotocredit: Getty Images

Zverev, der in Flushing Meadows in neuem Look mit Tank Top aufschlägt, verwandelte nach 2:53 Stunden seinen ersten Matchball.
"Leicht war es nicht, denn er kennt mich und war ja auch bei Olympia mein Zimmerkollege. Das Match war ein bisschen knifflig", sagte Zverev im On-Court-Interview nach der Partie. In Paris hatte er sich vor wenigen Wochen ein Doppelzimmer mit Marterer geteilt.
Der 29-Jährige, der überhaupt nur als Lucky Loser ins Hauptfeld gerückt war, weil Zverevs ursprünglicher Erstrundengegner Emil Ruusuvuori zurückgezogen hatte, zeigte zu Beginn nicht besonders viel Gegenwehr.
Im Stile eines Favoriten nutzte Zverev im ersten Satz zwei von zwei Breakchancen und sicherte sich den Durchgang problemlos mit 6:2.
Im zweiten Satz wurde Marterer mutiger und hatte beim Stand von 2:2 seine beste Phase des Matches. Zuerst wehrte er bei 0:40 alle drei Breakbälle von Zverev ab, nur um sich dann bei Aufschlag des US-Open-Finalisten von 2020 selbst drei Breakchancen zu erarbeiten, von denen er die zweite auch nutzte.

Zverev macht die wichtigen Punkte

Danach wurde es zum ersten Mal unruhig zwischen Zverev und seiner Box. Der nun deutlich stärker aufspielende Marterer überraschte den Olympiasieger von 2021. Zverev haderte mit seinem Spiel, schimpfte viel.
Zwar gab Marterer sein darauffolgendes Aufschlagspiel und damit den Vorteil direkt wieder aus der Hand, blieb aber ungemütlich und ärgerte Zverev fortlaufend. So auch im Tiebreak, den Marterer auch dank eines deutlich verbesserten ersten Aufschlags mit 7:5 gewann.
Für mehr reichte es gegen den an Position vier gesetzten Zverev allerdings nicht. Im dritten Durchgang schaltete die deutsche Nummer eins wieder einen Gang hoch und spielte nun auch besser mit der weniger geliebten Vorhand, wie Tennis-Legende Boris Becker im Kommentar bei "Sportdeutschland.TV" feststellte: "Man kann nicht immer sein bestes Tennis spielen, aber man muss die wichtigen Punkte machen – und die macht er."
Und das sowohl im drittena, als auch im vierten Durchgang, die sich Zverev mit 6:3 bzw. 6:2 sicherte und damit den Einzug in die zweite Runde perfekt machte.

Zverev nach gesundheitlichen Problemen wieder auf dem Damm

Seit seinem Hauptrunden-Debüt 2015 hat Zverev beim letzten Major des Jahres bisher immer die zweite Runde erreicht.
Im 35. Anlauf peilt Zverev seinen ersehnten ersten Grand-Slam-Titel an. In New York war er 2020 nur zwei Punkte vom Triumph entfernt gewesen, ehe er gegen Dominic Thiem eine der bittersten Niederlagen seiner Laufbahn kassierte.
In Cincinnati hatte Zverev nach Wochen der gesundheitlichen und sportlichen Rückschläge zuletzt mit dem Halbfinaleinzug aufsteigende Form bewiesen.
"Ich habe das Gefühl, ich bin sehr nah dran", hatte Zverev vor Turnierstart gesagt, der Glaube an das fehlende Puzzlestück seiner Karriere ist groß. "Wenn ich mein bestes Tennis zeigen kann und 100 Prozent bei mir bin, werde ich Chancen bekommen."
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(mit SID)
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Quelle: Perform


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