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US Open 2025: Daniil Medvedev verliert nach üblem Ausraster in der ersten Runde - "So etwas noch nie erlebt"
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Update 25/08/2025 um 11:46 GMT+2 Uhr
Daniil Medvedev ist bei den US Open nach einem kuriosen und hitzigen Zwischenfall schon in der ersten Runde ausgeschieden. Der Turniersieger von 2021 unterlag dem Franzosen Benjamin Bonzi mit 3:6, 5:7, 7:6 (7:5), 6:0, 4:6. Für Aufregung sorgte dabei ein erneuter Ausraster des Russen, zu dem er im Anschluss erklärte, dass er eigentlich gerne in jener Situation noch krasser reagiert hätte.
Daniil Medvedev erklärt Ausraster-Eklat bei US Open: "In meinem Kopf noch schlimmer"
Fotocredit: Getty Images
Nach seinem wilden Ausraster im New Yorker Tennis-Theater wusste Daniil Medvedev genau, was auf ihn zukommt. "Meine Geldstrafe wird hoch genug sein. Wenn ich rede, bekomme ich große Schwierigkeiten. Also rede ich nicht", sagte der Russe - nur um nach dem Erstrunden-Chaos bei den US Open trotzdem in aller Seelenruhe seine Sicht auf seinen neuesten – und vielleicht bizarrsten – Wutausbruch darzulegen.
Er habe doch "nichts Schlimmes gemacht", sagte Medvedev nach seiner Niederlage gegen den Franzosen Benjamin Bonzi, bei der er zwischenzeitlich mächtig gegen Schiedsrichter Greg Allensworth ausgeteilt und einen Eklat provoziert hatte. Was war passiert?
Medvedev, Turniersieger von 2021 und für Ausraster bekannt, hätte gegen Bonzi fast ein irrwitziges Comeback hingelegt. Bonzi servierte im dritten Satz zum Sieg und hatte Matchball, als es völlig kurios wurde: Nach einem Aufschlag ins Netz lief ein Fotograf auf den Platz, Schiedsrichter Allensworth sprach Bonzi daraufhin erneut einen ersten Aufschlag zu.
Medvedev verlor die Fassung, stachelte das buhende Publikum an und redete lautstark auf Allensworth ein. Dabei fragte er den Schiedsrichter unter anderem, ob dieser "ein Mann" sei und schimpfte in die Kamera: "Leute, er will gehen, er wird pro Spiel bezahlt, nicht pro Stunde."
Medvedev erinnert an Opelka-Kritik
Medvedev brüllte zudem: "Reilly Opelka hat's gesagt!" - der US-Amerikaner Opelka, am Montag (Ortszeit) in der ersten Runde gegen Carlos Alcaraz gefordert, hatte Allensworth in Dallas im Februar als "schlechtesten Schiedsrichter überhaupt" bezeichnet.
Es folgten minutenlange Buhrufe der Zuschauer, wodurch das Match unterbrochen blieb - nach der Wiederaufnahme verlor Bonzi dann die Kontrolle über das Spiel.
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Daniil Medvedev verlor bei den US Open in der ersten Runde die Fassung - und das Spiel.
Fotocredit: Getty Images
Medvedev, der immer wieder mit den Händen ein Herz für die Zuschauer formte, kam angefeuert vom Publikum zurück, musste sich in einem spannenden fünften Satz aber dennoch geschlagen geben - und zerschmetterte nach dem 3:6, 5:7, 7:6 (7:5), 6:0, 4:6 seinen Schläger an seiner Spielerbank.
Nach einem kurzen Sitzstreit verließ er das Louis Armstrong Stadium - ausgerechnet mitten im Sieger-Interview von Bonzi. Der finale Akt eines wahnwitzigen Schauspiels.
Auf der Pressekonferenz erklärte Medvedev dann, dass er eigentlich gerne noch krasser reagiert hätte: "Was ich sage und was ich tue ist in meinem Kopf noch schlimmer. Aber ich kann es nicht machen, weil es Regeln gibt. Aber was auch immer ich gesagt habe, auch mit Reilly - ich erinnere mich nicht mal dran. Aber es hat mir Spaß gemacht."
Medvedev lässt sich feiern - und rastet aus
"So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Bonzi, der Medvedev zuletzt auch in der ersten Runde von Wimbledon besiegt hatte: "Ich habe einige neue Fans gewonnen, aber auch einige Anti-Fans. Danke für die Buhrufe."
Selbst für Medvedev war es ein trauriger Höhepunkt. Der Russe, einst die Nummer eins der Welt, beschimpft gerne mal einen Schiedsrichter oder zerdrischt seinen Schläger. Erst bei den Australian Open in diesem Jahr zerstörte Medvedev eine Netz-Kamera.
Von Einsicht ist der 29 Jahre alte Familienvater aber häufig weit entfernt - wie diesmal in New York. Die Zuschauer hätten nach seinem Ausraster für die sechsminütige Unterbrechung gesorgt, nicht er. "Sie haben mich zurück ins Match gepusht", sagte er: "Das hat Spaß gemacht."
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(SID)
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