US Open 2025: Leandro Riedi und Jérôme Kym verzücken New York - zwei Schweizer Qualifikanten ziehen in Runde drei ein

Der Schweizer Qualifikant Leandro Riedi hat bei den US Open für die nächste große Überraschung gesorgt. Der 23-Jährige aus Zürich setzte sich in der 2. Runde nach 0:2-Satzrückstand gegen den als Nummer 19 gesetzten Argentinier Francisco Cerúndolo mit 3:6, 4:6, 6:4, 6:4, 6:2 durch. Nach Jérôme Kym steht damit auch der zweite Schweizer Qualifikant in der dritten Runde von Flushing Meadows.

Leandro Riedi

Fotocredit: Getty Images

Kym hatte bereits den als Nummer 30 gesetzten Amerikaner Brandon Nakashima ausgeschaltet. Für Riedi, aktuell nur die Nummer 435 der Welt, ist es zudem der bislang größte Erfolg seiner Karriere.
Der Schweizer wirkte zunächst chancenlos: Trotz starker Phasen ließ er mehrere Breakmöglichkeiten ungenutzt und geriet rasch mit 0:2-Sätzen in Rückstand. Auch im dritten Durchgang lag er zunächst hinten, ehe er mit einem Break zum 2:2 die Wende einleitete. Riedi kämpfte sich Punkt um Punkt zurück und nutzte nach mehr als dreieinhalb Stunden seinen zweiten Matchball zum Triumph.
Die Sensation ist auch deshalb bemerkenswert, weil Riedi in den vergangenen Jahren immer wieder durch Verletzungen gebremst wurde.
Nach seinem Juniorenfinale bei den French Open 2020 galt er als Hoffnungsträger, ehe Rückenprobleme und ein komplizierter Knieeingriff seine Entwicklung stoppten. Erst nach zwei Operationen und einer monatelangen Zwangspause konnte er wieder angreifen.

Riedis Weg zurück auf die große Bühne

Seitdem hat sich der Zürcher Schritt für Schritt zurückgekämpft. Er stellte seine Ernährung um, legte Muskelmasse zu und gewann neues Vertrauen in seinen Körper. In dieser Saison überzeugte er bereits auf Challenger-Ebene, nun folgt mit dem Coup in New York der internationale Durchbruch.
In der dritten Runde trifft der French-Open-Juniorenfinalist von 2020 nun auf den Polen Kamil Majchrzak (ATP 76), der seinerseits sensationell den Weltranglistenneunten Karen Chatschanow ausgeschaltet hat.
Für Schweizer Tennisfans ist es damit eine historische Momentaufnahme: Erstmals seit geraumer Zeit stehen gleich zwei junge Landsleute in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers. Kym trifft in Runde drei auf Taylor Fritz.

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