US Open 2025: Naomi Osaka wird deutlich im Ostapenko-Eklat - "Eines der schlimmsten Dinge, die man sagen kann"

Naomi Osaka hat sich im Streit zwischen Taylor Townsend und Jelena Ostapenko bei den US Open klar auf die Seite der US-Amerikanerin gestellt. "Offensichtlich ist das eins der schlimmsten Dinge, die man zu einer schwarzen Tennisspielerin in einem überwiegend weißen Sport sagen kann", erklärte die Japanerin. Osaka sprach auf der Pressekonferenz überraschend offen über die umstrittenen Aussagen.

Naomi Osaka en conférence de presse à l'US Open.

Fotocredit: Getty Images

Townsend sei laut Osaka alles andere als ungebildet: "Ich kenne Taylor, ich weiß, wie hart sie arbeitet und wie klug sie ist. Sie ist das Gegenteil von ungebildet."
Ostapenko hatte Townsend nach ihrer Zweitrundenniederlage in Flushing Meadows vor laufenden Kameras unter anderem "keine Klasse, keine Erziehung" attestiert. Außerdem habe Ostapenko laut Townsend gesagt, sie solle "mal abwarten, was passiert, wenn wir mal außerhalb der USA sind".
Die 28-jährige Lettin begründete ihren Ausbruch später mit mangelndem Respekt ihrer Gegnerin – Townsend habe sich nach einem Netzroller nicht entschuldigt und beim Aufwärmen die Regeln missachtet.
Für Osaka geht es jedoch über sportliche Befindlichkeiten hinaus. "Wenn man mich ehrlich fragt, ist das nicht das Verrückteste, was Ostapenko je gesagt hat. Aber es war das denkbar schlechteste Timing und die denkbar falsche Gegnerin", sagte die viermalige Grand-Slam-Siegerin und betonte den Ernst der Lage: "Es war einfach schrecklich. So etwas sagt man nicht."

Osaka sicher: "Wird sie nie wieder sagen"

Ostapenko sah sich nach dem Vorfall massiver Kritik in den sozialen Medien ausgesetzt. In einem inzwischen gelöschten "Instagram"-Post wehrte sie sich gegen Rassismusvorwürfe: "Ich war in meinem ganzen Leben noch nicht rassistisch und respektiere alle Nationen der Welt."
Townsend selbst stellte klar, dass sie Ostapenkos Worte nicht direkt als rassistisch verstanden habe, aber dennoch als Teil eines gesellschaftlichen Stigmas, dem schwarze Athletinnen immer wieder ausgesetzt seien.
Osaka zeigte sich überzeugt, dass Ostapenko aus dem Vorfall gelernt haben dürfte: "Ich bin mir sicher, dass sie so etwas nie wieder in ihrem Leben sagen wird."
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