Alexander Zverev bei US Open: Das sind die Baustellen des French-Open-Champions vor dem letzten Grand Slam des Jahres
Publiziert 25/08/2026 um 00:18 GMT+2 Uhr
Mit den French Open und Wimbledon hat Alexander Zverev in diesem Jahr bereits zwei überragende Grand-Slam-Turniere gespielt. Zuletzt wirkte es aber so, als würde dem 29-Jährigen die Umstellung auf den Hartplatz Probleme bereiten, sein Aufschlag war nicht wie sonst eine echte Waffe. Die Turniere in Montréal und Cincinnati waren ernüchternd für Zverev. Was also fehlt dem Hamburger vor New York?
Trotz Satzführung: Zverev unterliegt beim Masters in Cincinnati
Quelle: SNTV
Nach der Regenpause ging nicht mehr viel bei Alexander Zverev, dabei hatte er im Achtelfinale gegen Tommy Paul den ersten Satz für sich entschieden.
Doch als es im zweiten Durchgang 3:4 aus Sicht des Favoriten stand, wurde das Match in Cincinnati unterbrochen. Erst rund anderthalb Stunden später ging es weiter - und Zverev kam nicht mehr richtig in Fahrt.
Einen Matchball ließ er liegen, stattdessen musste er in den dritten Satz. Zverev leistete sich zu viele Fehler und konnte jene des Gegners nicht nutzen.
So kam Paul zurück und bezwang den Deutschen 6:4, 6:7, (6:8) und 4:6. Für Turnierfavorit Zverev ein herber Rückschlag so kurz vor den US Open (30. August bis 14. September). Woran er bis zum Start des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres noch arbeiten muss.
Zverev zu "passiv" in Cincinnati und Montréal
"Er hat mir einige gute Situationen angeboten und Doppelfehler gemacht, das hat mir geholfen", sagte Paul nach dem Achtelfinalerfolg über Zverev.
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Alexander Zverev bei den US Open 2025
Fotocredit: Imago
Schon im kanadischen Montréal, wo er sein erstes Spiel seit Wimbledon absolvierte, kam der Hamburger nicht in Fahrt. Er schied schon in der zweiten Runde gegen die Nummer 69 der Welt, Tallon Griekspoor, aus und sagte selbstkritisch: "Ich habe nicht viele schlechte Partien gespielt, aber diese war definitiv die schlechteste."
Für Ex-Profi Philipp Kohlschreiber, heute Sky- und RTL-Experte, liegt der Grund für die jüngsten Niederlagen in seiner Passivität. Der Weltranglistendritte habe "nicht so aktiv" gespielt, "wie man ihn in Wimbledon oder bei den Sandplatzturnieren gesehen hat. Er hat abwartend gespielt."
Durch dieses passive Spiel überlasse er "seinem Kontrahenten das Spiel", führte Kohlschreiber in einer Presserunde aus.
Wechsel auf Hartplatz fällt Zverev schwer
Tatsächlich fiel Zverev die Umstellung von Sand- auf Hartplatz in diesem Sommer besonders schwer. In Cincinnati sagte er: "Es ist für mich ein schwerer Wechsel, weil der Ball viel höher abspringt.”
Sowohl sein Aufschlag, mit dem er sonst Spiele entscheidet, als auch sein Netzspiel waren bei den vergangenen beiden Turnieren sichtbar ausbaufähig.
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Alexander Zverev beim ATP Masters in Cincinnati
Fotocredit: Getty Images
Dass er Probleme bekommen würde, hatte der 29-Jährige eingepreist. Er wolle "einige Anpassungen vornehmen", hatte er vor Cincinnati gesagt. "Ich bin hier, um meine beste Form für die US Open zu erreichen."
Dass er hart arbeiten wird, um in New York wieder in Topform zu sein, hält Kohlschreiber für gesichert: "Die Qualität seines Kampfeswillens ist unbestritten. Da hängt er sich wie kein anderer rein."
Zverev der Stärkste im Best-of-five? Kohlschreiber sagt ja
Für "Sky"-Tennis-Experte Patrik Kühnen muss sich Zverev auf das besinnen, was er in diesem Jahr bereits gut gemacht hat. "Er hat die French Open gewonnen mit Offensive und mit Mut. Das braucht er auch bei den US Open."
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"Ganzen Platz nass gemacht": Zverev schwitzt - und muss sich umziehen
Quelle: SNTV
Heißt: Das passive Herangehen ablegen, schnell spielen wie die jungen Profis Arhtur Fils und Rafael Jódar. Da könne sich Zverev es sich nicht leisten, "zu weit hinter der Linie und zu passiv zu agieren", betonte der dreimalige Davis-Cup-Champion Kühnen.
Kohlschreiber und Kühnen sind sicher, dass sich der Olympiasieger pünktlich zum Beginn des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres in Topform präsentieren wird. "Im Best-of-Five-Modus ist Zverev für mich, was die Substanz angeht, der Topspieler, der physisch das stärkste Paket mitbringt", sagte Kohlschreiber.
Zverev hat den Rucksack abgelegt
Seinen Rucksack, ein Grand-Slam-Turnier gewinnen zu müssen, habe er abgelegt. Nun könne er mit Leichtigkeit in New York ankommen.
Die Saison des Alexander Zverev ist schon jetzt überragend - ganz gleich, wie weit der 29-Jährige bei den US Open kommt.
Doch vielleicht hilft ihm ja der Grand-Slam-Modus, um das Jahr sogar noch ein wenig besser zu machen.
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Trotz Satzführung: Zverev unterliegt beim Masters in Cincinnati
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