Alexander Zverev scheitert bei Masters in Cincinnati an Tommy Paul - Hamburger verliert nach Satzführung und Matchball

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Alexander Zverev hat das Achtelfinale beim Masters in Cincinnati verloren. Der Deutsche musste sich dem US-Amerikaner Tommy Paul nach hartem Kampf 6:4, 6:7 (6:8), 4:6 geschlagen geben. Zverev hatte im zweiten Satz sogar einen Matchball, konnte diesen jedoch nicht nutzen. Im Entscheidungssatz schien Zverev schon auf der Siegerstraße, dann verlor der Hamburger nach einem Rebreak völlig den Faden.

Trotz Satzführung: Zverev unterliegt beim Masters in Cincinnati

Quelle: SNTV

Wie er das Match überhaupt drehen konnte, wusste Paul selbst nicht so genau. "Ich glaube, ich habe einfach ein paar gute Returns gespielt. Er hat mir ein paar Mal die Chance auf den zweiten Aufschlag gegeben und ein paar Doppelfehler gemacht, das hat mir enorm geholfen."
Danach habe er aggressiver gespielt und "den zweiten Aufschlag etwas stärker attackiert. Und ich habe Spaß hier draußen, ich habe einfach Spaß."
Der US-Profi hatte vor heimischem Publikum den besseren Start erwischt. Der Weltranglisten-24. spielte druckvoll, ging hohes Risiko und setzte Zverev zunächst immer wieder unter Druck. Der Deutsche brauchte einige Zeit, um in die Partie zu finden, stabilisierte sich jedoch vor allem dank seines starken ersten Aufschlags.
Beim Stand von 2:2 schlug Zverev dann zu: Mit dem ersten und einzigen Break des Satzes verschaffte sich der 29-Jährige die entscheidende Führung und servierte anschließend zum 6:4 aus.

Regen sorgt für lange Unterbrechung

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein deutlich engeres Match. Zverev konnte sich spielerisch nicht entscheidend steigern, dafür aber weiter auf seinen Aufschlag verlassen. Paul wurde stärker und setzte den French-Open-Sieger zunehmend mit der starken Vorhand unter Druck.
Dann sorgte der Regen für eine lange Unterbrechung. Gegen 21:30 Uhr schickte Stuhlschiedsrichter Renaud Lichtenstein beide Spieler zunächst in die Kabine. Rund 70 Minuten später kamen Zverev und Paul zurück und konnten 1:26 Stunden nach dem letzten Ballwechsel auf dem frisch getrockneten Court weiterspielen.
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Tommy Paul während einer Regenunterbrechung in Cincinnati im Match gegen Alexander Zverev

Fotocredit: Getty Images

Nach der Fortsetzung blieb ein Break aus - die Entscheidung musste im Tiebreak fallen.
Dort entwickelte sich ein Krimi. Zverev hatte bei 6:5 sogar einen Matchball, konnte diesen jedoch nicht nutzen. Paul wehrte ihn ab und holte sich anschließend mit 8:6 den Satz.

Zverev verliert im dritten Satz den Faden

Der Entscheidungssatz war zunächst von Fehlern bei Paul geprägt. Vor allem mit der Vorhand streute der US-Amerikaner immer wieder weit. Bei 1:2 musste er gleich drei Breakbälle abwehren, hielt seinen Aufschlag jedoch noch.
Beim Stand von 2:3 gelang Zverev schließlich das Break - doch der Deutsche konnte daraus kein Kapital schlagen. Hatte er bis dahin im gesamten Match keinen einzigen Breakball gegen sich zugelassen, geriet sein Aufschlagspiel plötzlich ins Wanken. Paul erspielte sich zwei Breakchancen und nutzte die zweite zum direkten Rebreak.
Danach verlor Zverev völlig den Faden. Dem Hamburger gelang kein Spielgewinn mehr. Auch bei ihm häuften sich nun die Fehler, insbesondere mit der Vorhand. Auffällig waren zudem seine Probleme beim Aufschlag: Zverev produzierte insgesamt neun Doppelfehler - trotz 14 Assen. Eine alarmierende Anzahl. Paul nutzte die Schwächephase eiskalt aus und machte mit vier Spielen in Folge den 4:6, 7:6 (8:6), 6:4-Erfolg perfekt.
Damit ist Zverev im Achtelfinale des ATP Masters in Cincinnati ausgeschieden. Paul zieht dagegen ins Viertelfinale gegen den nächsten French-Open-Finalisten ein - Flavio Cobolli. Der Italiener hatte zuvor den spanischen Youngster Rafael Jodar ebenfalls nach Satzrückstand 4:6, 7:6 (7:3) und 6:3 geschlagen.
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Jodar findet seinen Meister: Masters-Aus trotz Satzführung

Quelle: SNTV


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