US Open 2026 in New York - die Wette von Carlos Alcaraz: Wenn der Körper mitspielt, ist die Titelverteidigung drin

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Carlos Alcaraz fiebert 136 Tage nach seinem letzten Einzel auf der Tour dem Comeback entgegen. Bei den US Open, auf Grand-Slam-Niveau und im Best-of-five-Modus wird der Spanier das rechte Handgelenk dem ultimativen Härtetest unterziehen. Nicht ganz ohne Risiko, hat sich doch bei einstigen US-Open-Champions wie Dominic Thiem und Juan Martín del Potro gezeigt, wie heikel so eine Blessur sein kann.

Alcaraz vor Comeback bei US Open: Das ist der Stand der Dinge

Quelle: SNTV

Es ist eine Wette auf die Widerstandsfähigkeit und das Vertrauen ins Handgelenk. Selbstverständlich haben Titelverteidiger Carlos Alcaraz und sein Team genau überlegt, ob die US Open als Comeback-Turnier eine gute Wahl sind.
Einerseits. Andererseits machte Alcaraz in New York keinen Hehl daraus, dass der Zweifel mitspielt. "Ich muss einfach 100 Prozent geben und versuchen, mich von dieser Angst fernzuhalten", ließ der 23-Jährige auf einer Pressekonferenz vor Ort wissen. Aus dem Team habe er die Rückmeldung bekommen, "dass alles gut wird". Daran wolle, müsse er nun glauben.
Die erste Aufgabe erscheint machbar, könnte aber auch tückisch werden. Alcaraz startet gegen Roman Safiullin (Dienstag ab etwa 19:30 Uhr im Liveticker) in den Wettbewerb.
Der Russe ist als Weltranglisten-99. krasser Außenseiter, geht aber mit einer 1:1-Bilanz gegen den siebenmaligen Grand-Slam-Champion ins Match. Hinzu kommt: Safiullin beherrscht das Spiel auf Hartplatz, wo er sieben seiner neun Titel auf Challenger-Ebene holte.

Alcaraz spricht von "echter Bewährungsprobe"

Alcaraz erklärte, er wolle "wieder ein Gefühl für den Wettkampf bekommen". Das sei "eine echte Bewährungsprobe". Immerhin bleiben ihm als Nummer zwei der Setzliste dicke Brocken in den ersten Runden erspart.
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Carlos Alcaraz vor den US Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Schlägt er Safiullin, würde in Runde zwei Jenson Brooksby (USA) oder Jaime Faria (POR) warten. Danach könnte mit Matteo Arnaldi erstmals ein gesetzter Gegner (30) kommen. Im Achtelfinale ist ein Duell mit Alexander Bublik (15) oder Tommy Paul (20) denkbar.
Das ist insofern interessant, als dass Experten und Konkurrenten unisono davon ausgehen, dass es eben diese zwei bis drei Partien braucht, bis Alcaraz wieder voll da ist.

Zverev und Wilander glauben an starken Alcaraz

"Wenn du ihm drei Matches gibst, bleibt er im Turnier und spielt vielleicht das beste Tennis seiner Karriere", glaubt Eurosport-Experte Mats Wilander, der die US Open 1988 gewann.
"Im ersten oder zweiten Match könnte er noch etwas angerostet sein. Aber sobald er da durch ist, wird er sicherlich ein Titelanwärter sein", befand French-Open-Champion Alexander Zverev. "Carlos wird auf dem gleichen, wenn nicht auf einem besseren physischen Level als vorher sein." Schließlich habe der 23-Jährige "in den vergangenen Monaten sehr viel an seiner Physis" arbeiten können."
Und tatsächlich: Beim ersten Auftritt im Billie Jean King National Tennis Center machte Alcaraz einen guten, frischen Eindruck. An der Seite von Serena Williams erreichte der Weltranglistendritte das Viertelfinale in der Mixed Doubles Championship.
Alles in allem vermittelte Alcaraz bei aller Nervosität und verständlichen Unsicherheit ob der langen Zwangspause einen sehr positiven Eindruck - oder wie es der Titelverteidiger selbst ausdrückte: "Ich fühle mich großartig, es hat mir sehr geholfen, zu wissen, dass alles nur in meinem Kopf ist."
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Zverev, Alcaraz oder Djokovic? Favoriten-Check US Open

Quelle: Perform


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