US Open 2026: Carlos Alcaraz muss nach Absage für Masters Cincinnati um Teilnahme bangen - Wettlauf gegen die Zeit

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Carlos Alcaraz ist seit Mitte April außer Gefecht gesetzt, das Handgelenk am rechten Schlagarm bereitet dem siebenmaligen Grand-Slam-Turniersieger aus Spanien hartnäckig Probleme. Nun hat Alcaraz das ATP Masters in Cincinnati abgesagt, die US Open wackeln. Es gilt, wichtige Fragen zu klären: Wie schnell ist ein Comeback möglich, wie hoch ist das Risiko, wie schwer wiegt die fehlende Match-Praxis?

Alcaraz zurück auf dem Tennisplatz - Corretja: "Ein gutes Zeichen"

Quelle: Eurosport

Ein kleiner Erfolg immerhin war Carlos Alcaraz vor wenigen Tagen vergönnt. Der 23-Jährige holte sich Platz zwei im ATP-Ranking von Alexander Zverev zurück - und das, obwohl er seit rund 16 Wochen kein Match auf der Tour mehr bestritten hat.
Es ist aus sportlicher Perspektive eine schwierige Phase für Alcaraz, denn die aktuelle Verletzung am rechten Handgelenk, zugezogen Mitte April beim Sandplatz-Turnier in Barcelona, erweist sich als bislang langwierigste Blessur.
Klappt es nicht mit der Teilnahme bei den US Open (ab 30. August), würde er erstmals in seiner Profi-Laufbahn drei Grand-Slam-Wettbewerb innerhalb einer Saison verpassen.
Nachdem Alcaraz das erste Nordamerika-Masters in Montréal ausgelassen hat, war das zweite in Cincinnati als Comeback-Event vorgesehen.

Roddick warnt bei Alcaraz: "Diesen Weg will man nicht einschlagen"

Es kam anders. Die Absage unterstreicht, wie heikel die Situation ist. Es habe einfach "schon zu viele warnende Beispiele in Bezug auf Handgelenksverletzungen gegeben, wie bei del Potro und Thiem", gab Ex-Champion Andy Roddick in seinem Podcast "Served with Andy Roddick" zu bedenken.
Der Argentinier und der Österreicher hatten beide die US Open gewonnen und später nicht zuletzt aufgrund von Problemen mit dem Handgelenk nie mehr ihr bestes Niveau erreicht.
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Carlos Alcaraz arbeitet am Comeback

Fotocredit: Getty Images

"Diesen Weg will man nicht einschlagen", betonte Roddick. Und auch die deutsche Tennis-Legende Boris Becker zweifelte bereits an der US-Open-Teilnahme von Alcaraz. Er glaube nicht so recht daran, wenn der 23-Jährige "Mitte Juli noch nicht mal einen Ball sachte schlagen" könne, so der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger im Podcast-Gespräch mit Andrea Petkovic. Zuvor kursierten Trainingsvideos, auf denen zu sehen war, wie Alcaraz mit einem unbesaiteten Racket Übungen absolvierte.

Nadal über Alcaraz: "Wichtig, dass Carlos es richtig auskuriert"

Inzwischen hat sich der Zustand des Weltranglistenzweiten verbessert, das Training ist intensiver geworden - aber noch zögert man im Alcaraz-Lager. Eine wichtige Instanz in der Comeback-Frage sind die Diagnosen von Handgelenkspezialist Dr. Ángel Ruiz-Cotorro. Der Mediziner leitet die traumatologische Abteilung der "Rafa Nadal Academy" und kümmert sich auch um Alcaraz.
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Carlos Alcaraz (l.) und Rafael Nadal (r.) beim Laureus Award 2025

Fotocredit: Getty Images

Wenn man mit dieser Verletzung richtig umgehe, könne man einen dauerhaften Negativeinfluss auf die Karriere verhindern, erklärte Nadal im Interview mit der "Welt am Sonntag".
Dafür sei es aber "wichtig, dass Carlos es richtig behandelt und auskuriert, weil er so jung und sehr gut ist", führte der 40-Jährige aus. Er selbst habe sich eine Handgelenksverletzung 2014 beim Training auf Mallorca und 2016 bei den French Open zugezogen und diese gut überstanden.

Plan B für Alcaraz: Teilnahme an 250er-Turnier?

Die aktuelle Situation ist eine Geduldsprobe für Alcaraz. Die Titelverteidigung in Cincinnati musste er bereits abschreiben, bei den US Open droht dasselbe Szenario. Im Ranking verliert er überdies wertvolle Punkte, wenngleich ihm dies (noch) nicht wirklich weh tut, schließlich ist er aufgrund seiner guten Position weiterhin hoch gesetzt bei den großen Veranstaltungen.
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Carlos Alcaraz muss weiter pausieren

Fotocredit: Getty Images

Läuft es gut, hat der Spanier sogar noch die Chance, ein Vorbereitungsturnier zu spielen. In der Woche vor Flushing Meadows wird noch der 250er-Wettbewerb in Winston-Salem ausgetragen.
Die spanische Zeitung "La Verdad" aus Alcaraz' Heimatstadt Murcia berichtete, dass man sich im Team des Superstars bereits mit dem Gedanken trage, das rechte Handgelenk in Winston-Salem einem Härtetest zu unterziehen.

US Open ohne Vorbereitung? Alcaraz-Entscheidung steht aus

Ansonsten bliebe die Option, ohne Matchpraxis in New York anzutreten. In diesem Ausmaß - 16 Wochen ohne Turnier - wäre das eine neue Erfahrung. Allerdings zeigte Alcaraz etwa 2024, dass er auch ohne echte Vorbereitung Leistung auf höchstem Level bringen kann.
Damals konnte der Spanier vor den French Open aufgrund von Verletzungsproblemen mit dem Schlagarm dreieinhalb Wochen nicht spielen - und gewann trotzdem den Titel in Roland-Garros nach einem dramatischen Finalerfolg über Alexander Zverev.
Für Alcaraz beginnt nun der Wettlauf gegen die Zeit, der über die Teilnahme am letzten Grand-Slam-Event der Saison entscheiden wird. Vielleicht gibt es ja ein ähnliches Happy End wie bei seiner letzten US-Reise vor wenigen Wochen. Da saß Alcaraz am 19. Juli auf der Tribüne des MetLife Stadium in New Jersey und feierte den Sieg der spanischen Fußballer im WM-Finale gegen Argentinien.
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Zverev übt Masters-Kritk: "Glaubst du, das interessiert Novak?"

Quelle: SNTV


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