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US Open: Iga Swiatek scheitert nach 5:0-Führung an Zheng Qinwen - Chinesin wiederholt seltenes Kunststück in New York
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Update 08/09/2026 um 00:26 GMT+2 Uhr
Die Chinesin Zheng Qinwen (23) hat das Viertelfinale der US Open in New York erreicht. Die Olympiasiegerin von 2024, die nach einer Ellenbogen-Operation in der Weltrangliste weit zurückgefallen war und durch die Qualifikation musste, gewann gegen die favorisierte Polin Iga Swiatek 7:5, 6:3. Dabei kam Zheng gegen die Turniersiegerin von 2022 im ersten Satz nach einem 0:5-Rückstand zurück.
Zheng Qinwen brilliert bei den US Open als Meisterin der Aufholjagden
Fotocredit: Getty Images
Dieses äußerst seltene Kunststück war der Chinesin zuvor bereits in der 3. Runde gegen Madison Keys (USA) gelungen: Im entscheidenden dritten Satz war Zheng mit 0:5 im Rückstand, das Match schien verloren - doch anschließend gewann sie sieben Spiele in Serie und entschied die Partie dadurch noch mit 1:6, 7:6 (7:3), 7:5 für sich.
Solch ein Comeback sei keine "Glücksache", sagte Zheng nach ihrem Duell mit Swiatek, "ich spiele einfach Punkt für Punkt."
Erst im Matchverlauf habe sie sich an das riesige Arthur Ashe Stadium, mit 23.000 Plätzen das größte Tennisstadion der Welt, gewöhnt. "Nach und nach habe ich auf dem Center Court meinen Rhythmus gefunden, denn es ist schon sehr lange her, dass ich hier gespielt habe. Ich weiß es wirklich zu schätzen, hier im Ashe-Stadion zu sein", sagte Zheng.
Swiatek, die zunächst unter Tränen den Platz verlassen hatte, verteidigte sich auf der Pressekonferenz gegen die kritischen Fragen einiger Journalisten. "Wir müssen viele Niederlagen hinnehmen. Im Tennis ist man eher daran gewöhnt, zu verlieren als zu gewinnen."
Swiatek verteidigt sich gegen Kritik
Daher müsse sie sich von nichts erholen. "Ich muss mich einfach auf die Arbeit vor den nächsten Turnieren konzentrieren, und es wird weitere Gelegenheiten geben, gutes Tennis zu spielen." Im Tennis könne man einen Satz bei jedem Spielstand verlieren. "Das ist also nichts Besonderes. Es ist einfach passiert, und das war's", stellte die Polin kurzangebunden klar.
Eurosport-Experte Mats Wilander machte Swiatek nach der Partie vor allem einen Vorwurf: "Ich denke, dass sie besser servieren muss. Der Aufschlag muss im heutigen Frauen-Tennis eine Waffe sein und ihrer ist das nicht. Daran muss sie arbeiten."
Zheng hingegen applaudierte der siebenmalige Major-Gewinner: "Sie ist extrem fit und bewegt sich sehr gut für eine große Spielerin." Zudem sei sie Swiatek bei der Qualität der Schläge überlegen gewesen, was extrem schwierig sei.
Andreeva kämpft sich nach Satzrückstand zurück
Auch die frühere Spielerin Johanna Konta analysierte die Aufholjagd bei Eurosport und HBO Max und warf Swiatek indirekt vor: "Es braucht nicht viel, damit sich das Momentum ändert. Man muss sich auf den Kampf einlassen." Die 25-Jährige habe nicht schnell genug reagiert und sich letztlich einschüchtern lassen, glaubt Konta.
Wie Zheng eine Runde weiter ist die French-Open-Siegerin Mirra Andreeva. Die 19-Jährige gewann ihr Achtelfinale am Montagmittag (Ortszeit) gegen die Österreicherin Anastasia Potapova 5:7, 6:4, 6:3. Weiter geht es für sie in der Runde der besten acht gegen die Weltranglistenvierte Coco Gauff (USA) oder US-Talent Iva Jovic.
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Iga Swiatek schied im Achtelfinale der US Open aus
Fotocredit: Getty Images
Andreeva drehte die Partie gegen ihre frühere Landsfrau, die seit Dezember 2025 für Österreich startet. Trotz acht Doppelfehlern und insgesamt 48 vermeidbaren Fehlern setzte sich die Weltranglistenfünfte durch. Für Potapova endete in New York vorerst der Traum, ihrer neuen Heimat ein seltenes Grand-Slam-Ergebnis zu bescheren.
Die 25-Jährige wäre die erste Österreicherin seit 14 Jahren im Viertelfinale eines der vier bedeutendsten Tennisturnier der Welt gewesen. Doch auch ihr unterliefen in einem nervösen Match viele Fehler (41). Zudem verletzte sie sich im letzten Spiel des Matches bei einem Sturz am linken Knie.
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(SID)
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