US Open: Wimbledon reagiert auf Ärger mit Influencern: Drastische Maßnahmen nach Beschwerden von Spielern in New York
Von Niklas Bien
Publiziert 07/09/2026 um 14:37 GMT+2 Uhr
Die Diskussion um das Verhalten einiger Influencer war rund um die Anlage der US Open in den vergangenen Tagen extrem präsent - so sehr, dass das Thema nun den Weg von New York nach London gefunden hat. Die Organisatoren des Grand Slams in Wimbledon sollen nach Informationen der "Press Association" schon jetzt drastische Maßnahmen planen, um ähnliche Probleme im kommenden Sommer zu verhindern.
Jannik Sinner wird nach seinem Titelgewinn fotografiert
Fotocredit: Getty Images
Naomi Osaka, Jessica Pegula und zuletzt sogar Boris Becker. Diese drei Prominenten aus dem Tennis-Zirkus sind nur ein Auszug der Personen, die sich in den vergangenen Tagen zum Influencer-Ärger geäußert haben.
Zum Hintergrund: Unter anderem während der Partie von Osaka hatte es einen Zwischenfall gegeben, in dem einige Personen während des Aufschlags der Japanerin laut und mit hellen Lichtern Content produzierte.
Schiedsrichterin Paula Vieira Souza sah sich genötigt, die Gruppe explizit zu ermahnen. Seit dem Turnierstart machten weitere ähnliche Szenen die Runde.
Osaka hatte daraufhin mehr "Respekt vor dem Sport" eingefordert, Becker hatte mit einem Augenzwinkern gesagt, dass er an ihrer Stelle "ein paar Bälle hochgeschossen" hätte.
Ringlichter sollen konfisziert werden
Zur besseren Vermarktung hatten die Veranstalter der US Open rund 100 Akkreditierungen für Content Creator ausgegeben.
In Wimbledon wird es das explizit nicht geben. Wie die "Press Association" berichtet, wird das prestigeträchtige Grand-Slam-Turnier im Südwesten von London keine Sonderakkreditierungen für Influencer ausgeben.
Als zusätzliche Maßnahme sollen typische Utensilien zur Erstellung von Social-Media-Inhalten, etwa Ringlichter, auf der Anlage konfisziert werden.
Das traditionell vornehmste Major im All England Club setzt damit schon jetzt ein klares Statement: In Wimbledon soll es ruhig bleiben - zumindest, solange der Ball fliegt.
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