Wimbledon 2019 | Novak Djokovic kämpft sich durch - Anderson scheitert

Titelverteidiger Novak Djokovic hat in Wimbledon seine erste echte Prüfung gemeistert und das Achtelfinale erreicht. Der topgesetzte Serbe gewann sein Drittrundenmatch gegen den Polen Hubert Hurkacz 7:5, 6:7 (5:7), 6:1, 6:4, musste dabei allerdings den ersten Satzverlust hinnehmen. In den ersten zwei Runden hatte Djokovic Philipp Kohlschreiber und Denis Kudla jeweils glatt geschlagen.

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Dabei musste sich auch Djokovic gegen den 22-jährigen Hurkacz mehr quälen, als ihm womöglich lieb war. Exakt drei Stunden lang wurde der im Ranking Führende von der Nummer 48 gefordert. "Glückwunsch an Hubert für ein großartiges Spiel", sagte Djokovic: "Es war ein großartiger Kampf in den ersten Sätzen. Es hat Spaß gemacht."
Hurkacz spielte gegen Djokovic phasenweise spektakulär. Im zweiten Satz erarbeitete sich der 1,96-m-Schlaks mit einem spektakulären Becker-Hecht einen Satzball, im Tiebreak machte er einen wichtigen Punkt beinahe im Spagat. Djokovic war bemüht, die Ballwechsel lange offen zu halten und auf Fehler seines unerfahrenen Gegners zu warten. Das Problem: Diese kamen nicht.
Jedenfalls zunächst nicht, denn ab dem dritten Satz legte der Favorit die berühmte Schippe drauf. Plötzlich ging alles ganz schnell. Hurkacz konnte sein Niveau nicht ganz halten, Djokovic machte kaum noch Fehler. Sein nächster Gegner ist nun der kanadische Shooting-Star Felix Auger-Aliassime oder Ugo Humbert (Frankreich).

Khachanov und Anderson draußen

Das Favoritensterben bei den All England Championships geht dennoch weiter. In der dritten Runde war für den Vorjahresfinalisten Kevin Anderson Endstation. Der Südafrikaner verlor gegen Guido Pella aus Argentinien mit 4:6, 3:6 und 6:7 (4:7). Damit sind nach weniger der Hälfte der Drittrundenmatches von den Top Ten der Weltrangliste nur noch die "Big Three" und der Japaner Kei Nishikori dabei.
Der in London an vier gesetzte Anderson hatte allerdings auch in der Vorbereitung auf das dritte Grand Slam Turnier des Jahres mit Ellenbogenproblemen zu kämpfen, die ihn behinderten. Pella verwandelte nach 2:34 Stunden seinen ersten Matchball, nachdem er im Ballwechsel zuvor ein unglaubliches Volley-Duell am Netz gegen sich entschieden hatte.
Zuvor war bereits für den an zehn gesetzten Karen Khachanov das Turnier früh beendet. Der Russe unterlag in Runde drei dem Spanier Roberto Bautista Agut überraschend deutlich mit 3:6, 6:7 (1:7) und 1:6. Und auch der Siegeszug von Zverev-Bezwinger Jiri Vesely ist beendet. Der Tscheche musste sich Benoit Paire aus Frankreich mit 7:5, 6:7 (5:7), 3:6 und 6:7 (2:7) geschlagen geben.
(mit SID)
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