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Sieg im Legenden-Duell! Federer ringt Nadal nieder und steht im Finale

Sieg im Legenden-Duell! Federer ringt Nadal nieder und steht im Finale

12/07/2019 um 20:42Aktualisiert 12/07/2019 um 21:51

Roger Federer ist ins Wimbledon-Finale eingezogen. Der Schweizer schlug seinen ewigen Rivalen Rafael Nadal mit 7:6 (7:3), 1:6, 6:3, 6:4. Es war das 40. Aufeinandertreffen der beiden Superstars. Nach dem Viersatz-Erfolg hat der 37-Jährige am Sonntag gegen Novak Djokovic nun die Chance auf seinen neunten Titel auf dem heiligen Rasen. Nach 3:02 Stunden verwandelte Federer seinen fünften Matchball.

"Die Schlachten mit Rafa sind immer etwas ganz Besonderes", sagte Federer anschließend:

"Es war eine große Freude, heute zu spielen, das Publikum, die ganze Atmosphäre einfach großartig. Ich war am Ende sehr müde, musste alles geben."

Mit seinem 16. Sieg im 40. Aufeinandertreffen mit Nadal revanchierte sich Federer dabei nicht nur für die Halbfinal-Pleite bei den French Open Anfang Juni, sondern vor allem für das verlorene Wimbledon-Finale 2008.

Federer spielt nun nach einem Jahr Abwesenheit sein zwölftes Finale bei seinem Lieblings-Major. Sein Gegner ist Titelverteidiger Novak Djokovic, der unmittelbar zuvor den Spanier Roberto Bautista Agut 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 bezwungen hatte.

Schon beim Einmarsch auf den mit 15.000 Zuschauern selbstverständlich vollbesetzten Centre Court war die Spannung quasi greifbar. In elektrisierter Vorfreude erhob sich das Publikum von den Sitzen, begrüßte Federer und Nadal wie Gladiatoren in der Manege.

In ihrem ersten Duell auf Rasen nach der epischen Final-Schlacht vor elf Jahren wurde von den Kontrahenten offenkundig ein neuerliches Spektakel erwartet - und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht.

Dabei war es vor allem diese Erwartungshaltung, aus welcher der erste Satz seine Faszination gewann. Denn im Grunde blieb das Match zunächst zwar ausgeglichen, aber auch eher unspektakulär. Zu souverän agierten beide bei eigenem Aufschlag. Einen einzigen Breakball bot der erste Durchgang, auch diesen wehrte Nadal in Folge des bis dato besten Ballwechsels ab.

Hochklassiges Match mit Vorteilen für Federer

Der Tiebreak war die logische Konsequenz, und spätestens hier nahm die Partie nun Fahrt auf. Mehrfach wogte das Momentum hin und her, ehe sich Federer doch absetzte. Doch im zweiten Satz war Nadal plötzlich am Drücker. Der Spanier schaffte beim Stand von 2:1 das erste Break des Tages, Federer dagegen war plötzlich völlig von der Rolle und gewann im gesamten Durchgang nur noch drei Punkte.

Als hätte es den Durchhänger nie gegeben, zog der "Maestro" im dritten Satz die Zügel jedoch wieder an. Das Match war nun hochklassig, mit leichten aber entscheidenden Vorteilen für Federer. Zweimal schaffte der Rekord-Grand-Slam-Champion ein frühes Break. Und obwohl sich Nadal in einem grandiosen Finale noch einmal vehement gegen die Niederlage stemmte, durfte Federer nach mitreißenden 3:02 Stunden jubeln.

(SID)

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