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Serena mit Dreisatz-Kampf: Williams schlägt Riske und steht im Halbfinale

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Serena Williams of the United States celebrates in her Ladies' Singles fourth round match against Carla Suarez Navarro of Spain during Day Seven of The Championships - Wimbledon 2019 at All England Lawn Tennis and Croquet Club on July 08, 2019 in London,

Fotocredit: Getty Images

VonKatharina Wiedenmann
09/07/2019 Am 14:10 | Update 09/07/2019 Am 16:41

Serena Williams steht im Wimbledon-Halbfinale. Die US-Amerikanerin gewann gegen Landsfrau Alison Riske mit 6:4, 4:6, 6:3. Im ersten Satz hatte Williams noch Schwierigkeiten ihren Aufschlag zu halten, fand aber besser rein und machte weniger Fehler. Der zweite Satz ging an Riske, ehe Williams nach 2:01 Stunden ihren ersten Matchball verwandelte. Auch Simona Halep steht im Halbfinale.

Die Rumänin gewann gegen Shuai Zhang mit 7:6 (7:4), 6:1. Der erste Satz verlief über weite Strecken völlig ausgeglichen. Zhang nahm mehr Risiko als ihre Gegnerin, spielte doppelt so viele Winner aber auch mehr als doppelt so viele unerzwungene Fehler als Halep.

Gegen Ende des Durchgangs stieg die Fehlerzahl der Chinesin zunehmend, was die Rumänin auszunutzen wusste. Mit 7:4 im Tiebreak ging der Satz an Halep. Nach dem verlorenen ersten Satz lief für Zhang im zweiten Durchgang nicht mehr viel zusammen.

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Während Halep immer stabiler wurde, stieg bei ihrer Gegnerin die Zahl der unnötigen Fehler immer weiter an. Nach 1:26 Stunden verwandelte die an Nummer sieben gesetzte Halep ihren zweiten Matchball zum 7:6 und 6:1.

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Riske startet gut gegen Williams

Williams-Gegnerin und Rasen-Spezialistin Riske, zuletzt beim Vorbereitungsturnier in 's-Hertogenbosch und im Achtelfinale überraschend auch gegen die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (Australien) siegreich, hatte bei ihrer Viertelfinal-Premiere auf Grand-Slam-Ebene von Beginn an gut mitgehalten.

Williams hatte gegen Riske von Beginn an versucht, die Punkte möglichst kurz zu halten. Ob beim Service oder beim Return, meist war bereits ihr erster Schlag innerhalb des Ballwechsels ein Angriff. Aus gutem Grund: Sobald Riske die bisweilen etwas schwerfällig wirkende Tennis-Queen ins Laufen brachte, hatte sie die besseren Karten.

  • Platz beschädigt: Williams erhält saftige Geldstrafe

Williams behielt in den wichtigen Momenten aber zunächst nervenstark die Oberhand. Erst im zweiten Durchgang kippte plötzlich das Match. Im Entscheidungssatz wogte das Momentum mehrfach hin und her, letztlich offenbarte Williams aber einmal mehr ihre Qualitäten als große Kämpferin. Nach 2:01 Stunden durfte die Favoritin jubeln.

Williams hatte in den Runden zuvor Carla Suarez Navarro (Spanien/Nr. 30), Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 18), Kaja Juvan (Slowenien) und Giulia Gatto-Monticone (Italien) geschlagen und nach dem Match erklärt: "Ich war wirklich aufgepeitscht am Ende. Sie spielt so großartig, hat ihr Herz auf dem Platz gelassen. Der Sieg bedeutet eine große Genugtuung für mich, vor ein paar Wochen hätte ich das nicht gewonnen."

Bei ihrer 19. Wimbledon-Teilnahme steht Williams damit zum elften Mal in der Vorschlussrunde. Zehnmal erreichte sie anschließend auch das Endspiel, feierte dabei sieben Titelgewinne. Im Vorjahr hatte Williams im Finale gegen die Kielerin Angelique Kerber verloren.

Seit der Geburt ihrer Tochter Alexis Ohanian 2017 wartet Williams auf den Gewinn ihres 24. Grand-Slam-Titels, mit dem sie zur Australierin Margaret Court aufschließen würde. Nun ist sie eine der letzten im Turnier verbliebenen Topfavoritinnen.

Muchova verliert gegen Svitolina

Elina Svitolina ist zum ersten Mal in ihrer Karriere in das Halbfinale eines Grand Slam Turniers eingezogen. Die Ukrainerin schlug die Tschechin Karolina Muchova im Viertelfinale an der Church Road mit 7:5 und 6:4. Muchova erwischte den deutlich besseren Start, führte nach nicht einmal 20 Minuten mit 5:2.

Anschließend erhöhte sich aber ihre Fehlerzahl deutlich, und Svitolina drehte den Durchgang. Im zweiten Satz war die Nummer acht der Setzliste die deutlich stärkere Spielerin und verwandelte nach 1:32 Stunden folgerichtig ihren ersten Matchball.

Britsche Hoffnung verabschiedet sich

Für die letzte britische Hoffnung im Einzel ist das Turnier beendet. Johanna Konta unterlag auf dem Centre Court der Tschechin Barbora Strycova mit 6:7 (5:7) und 1:6. Nach starkem Beginn und schneller 4:1-Führung, verlor Konta völlig die Sicherheit mit der Vorhand.

Über 20 Vorhandfehler der Favoritin sorgten dafür, dass Strycova den Ball über weite Teile des zweiten Satzes nur noch im Spiel halten musste. Nach 1:37 Stunden war das Aus für Konta besiegelt.

(mit SID)

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