Wimbledon 2019 | Toni Nadal hat nach Finale Mitleid mit Roger Federer
Toni Nadal äußerte sich nach dem dramatischen Wimbledon-Finale zwischen Roger Federer und Novak Djokovic in der spanischen "El País". "Ehrlich gesagt hatte ich vor Beginn dieses unglaublichen Wimbledon-Finales keine Lust, einen der beiden Gegner gewinnen zu sehen. Ich denke, die Gründe sind klar", sagte der Onkel von Rafael Nadal. Doch seine Meinung änderte sich während des dramatischen Endspiels.
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"Im weiteren Verlauf des Spiels, insbesondere in den letzten Games des fünften Satzes, wollte ich nicht, dass einer von ihnen verliert", gestand der 58-Jährige.
Sein Neffe Rafael musste in der Vergangenheit schließlich schon ähnliche Situationen am eigenen Leib erfahren: Im Wimbledon-Endspiel 2007 sowie im Semifinale vor zwei Jahren, verlor Nadal selbst gegen Federer jeweils dramatisch in fünf Sätzen. Auch deshalb gab er zu, dass er letzten Endes Mitleid mit dem Schweizer hatte:
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Ihm falle es deswegen schwer, diese Zeilen zu schreiben, während er an den 37-jährigen Schweizer denke. "Ich weiß nicht, was für unsere Interessen am besten war, aber wie sich alles entwickelt hat, wollte ich nicht, dass Roger verliert", so der langjährige Trainer von Nadal weiter.
Nadal rudert nach Final-Aussagen zurück
Unmittelbar nach dem epischen Final-Krimi verkündete Onkel Toni gegenüber der "Marca" noch flapsig:
In besagtem Endspiel triumphierte Nadal über seinen schweizer Dauerrivalen in einem legendären Match, das ebenfalls über die volle Distanz ging. Die Partie gilt bis heute als das beste Tennis-Spiel der Geschichte.
Knapp eine Woche später war der 58-Jährige in seiner Kolumne für "El País" voll des Lobes für die Finalprotagonisten. Für ihn haben beide Spieler eindrücklich bewiesen, warum sie zu den besten in der Geschichte gehören.
Während Federer einmal mehr gezeigt habe, dass "die Jahre für ihn nicht vergehen", bezeichnete er Sieger Djokovic als "unermüdlichen Kämpfer".
Nadal sieht "goldenes Zeitalter im Herrentennis"
Onkel Nadal sieht aktuell außerdem eine nie dagewesene Spannung im Herren-Tennis um den Major-Rekord. "20, 18 und 16. Bis vor ein paar Jahren dachten wir noch, es sei sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, Federer einzuholen. Nun ist es extrem eng geworden. Wer einst die Nase vorn haben wird, liegt mehr denn je in der Luft."
Im Hinblick auf das Rennen um die meisten Grand-Slam-Siege sehe der Mallorquiner den 32-jährigen Serben im Vorteil.
Grundsätzlich begeistern den langjährigen Mentor Rafael Nadals jedoch nicht nur die bloßen Daten und Fakten der Duelle, sondern die Rivalität der drei Tennis-Legenden per se und welche Bedeutung diese für die Tennis-Historie hat:
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