Wimbledon - Elena Rybakina legt sich mit Stuhlschiedsrichterin an: "Werden Sie dafür bestraft?"
Eine krasse Fehlentscheidung rund um ein nicht gegebenes Ass im dritten Satz hat am Montag in der Achtelfinalpartie zwischen der Kasachin Elena Rybakina und Aryna Sabalenka aus Belarus für einen heftigen Streit zwischen Rybakina und der Stuhlschiedsrichterin gesorgt. "Machen Sie Witze? Sie nehmen mir den Punkt weg! Werden Sie dafür bestraft?", schnauzte Rybakina die Schiedsrichterin an.
Elena Rybakina in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Doch was war überhaupt passiert? Nachdem Aryna Sabalenka ihr erstes Aufschlagspiel im dritten Satz durchbrachte, musste Elena Rybakina bei eigenem Service nachlegen. Bei 30:30 erhöhte die Kasachin mit einem krachenden Ass eigentlich auf 40:30.
Doch ein "Aus"-Ruf von einem der Linienrichter machte die Hoffnung auf den Spielball zum 1:1 zunächst zunichte. Rybakina vertraute dem Call nicht und forderte das Hawk-Eye an. Dies bestätigte ihre Vermutung und zeigte, dass das Ass innerhalb des Aufschlagfeldes gelandet war.
Den Punkt bekam sie dennoch nicht, stattdessen wollte die Schiedsrichterin den Aufschlag wiederholen. Aus ihrer Sicht hatte Aryna Sabalenka das Ass ihrer Kontrahentin noch berührt. In diesem Fall wäre die Wiederholung richtig gewesen, jedoch gestand Sabalenka sportlich fair, dass sie an den Aufschlag von Rybakina nicht mehr rangekommen war.
Doch auch Sabalenkas Aussage ließ die Unparteiische unverständlicherweise nicht von ihrer Entscheidung abbringen. Statt zu overrulen, bestand sie auf die Wiederholung. Diese Sturheit gefiel Rybakina natürlich gar nicht, zumal es sich dabei auch um eine klare Fehlentscheidung handelte.
Rybakina schreit die Schiedsrichterin an: "Machen Sie Witze?"
Die 22-jährige Wimbledon-Debütantin sah sich in ihrem zweiten Grand-Slam-Achtelfinale um einen Punkt betrogen und wollte die Entscheidung daher nicht auf sich sitzen lassen. "Machen Sie Witze?" schrie sie die Schiedsrichterin an. "Sie nehmen mir den Punkt weg! Sie nehmen mir ohne Grund den Punkt weg!"
Und weiter: "Wenn ich den Schläger zerstöre, werde ich dafür bestraft. Und Sie? Werden Sie dafür bestraft?"
Aber auch die Schimpftirade brachte die Stuhlschiedsrichterin nicht zum Umdenken. Rybakina musste ihren Aufschlag tatsächlich wiederholen. Und prompt ging der Punkt verloren. Letztendlich hielt sie trotz des Breakballs für Sabalenka ihren Aufschlag und glich zum 1:1 aus.
Sabalenka zieht erstmals in ein Grand-Slam-Viertelfinale ein
Am Ende war jedoch die an Nummer zwei gesetzte Sabalenka die strahlende Siegerin. Mit 6:3 entschied sie den dritten Satz für sich und schaffte erstmals den Einzug in ein Grand-Slam-Viertelfinale eines Grand Slams. Dort trifft sie am Dienstag auf die an Nummer 21 gesetzte Ons Jabeur aus Tunesien.
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Quelle: SNTV
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