Àlex Corretja erklärt: Darum wird Carlos Alcaraz in Wimbledon "gefährlich" für die Konkurrenz

Top-Talent Carlos Alcaraz gilt nicht unbedingt als Rasen-Spezialist, dementsprechend zählt der Spanier in Wimbledon auch nicht unbedingt zum engsten Favoritenkreis. Eurosport-Experte Àlex Corretja schätzt die Chancen seines Landsmannes allerdings gar nicht so schlecht ein. Die ehemalige Nummer zwei erklärt, wie es für Alcaraz mit dem großen Wurf auf der Insel klappen kann.

Carlos Alcaraz in Wimbledon

Fotocredit: Getty Images

"Carlos ist sehr inspirierend. Er arbeitet sehr hart", sagt Corretja exklusiv bei Eurosport. Er ergänzt: "Ich glaube, dass ihm die Pause, die er nach seinem Viertelfinal-Aus gegen Alexander Zverev bei den French Open eingelegt hat, gutgetan hat. Das war ein wirklich hartes Match."
Im Anschluss an die Viersatz-Niederlage gegen Zverev (4:6, 4:6, 6:4, 6:7) Ende Mai hatte Alcaraz sich eine Auszeit gegönnt und seine Teilnahme am ATP-Turnier im Londoner Queen's Club aufgrund von Ellenbogenproblemen abgesagt.
"Wie ihr alle wisst, habe ich mich sehr auf das Turnier gefreut – aber ein leichtes Problem mit dem Ellenbogen macht eine Teilnahme unmöglich", schrieb er auf Twitter und kündigte an: "Wir sehen uns in ein paar Tagen im Vereinigten Königreich."
Corretja ist sich sicher, dass Alcaraz trotz seines Rufs als Sandplatz-Experte auch auf Rasen glänzen kann. "Er kann auf Rasen sehr gut spielen. Es gibt keinen Grund, warum er das nicht tun sollte", so der 48-Jährige.

Corretja lobt Alcaraz' Gesamtpaket

Er begründet seine Ausführungen: "Man muss sich auf Rasen gut bewegen. Das tut er. Man muss aggressiv sein. Er ist aggressiv. Man muss einen Schlag haben, mit dem man den Gegner verletzen kann. Er hat eine tolle Vorhand und eine sehr gute Rückhand." Alcaraz habe zudem an seinen Aufschlägen gearbeitet.
"Wir werden sehen, wie er sich anpasst. Er hatte vorher nicht so viele Spiele auf Rasen, das ist manchmal nicht so einfach. Aber er spart sich seine Kraft für die großen Turniere und will für die Majors bereit sein", sagt Corretja. Er schiebt nach: "Wenn er sein Selbstvertrauen zurückgewinnt, kann er gefährlich sein. Carlos ist so explosiv, bei ihm kann einfach alles passieren."
Alcaraz wird ab kommender Woche zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere beim Klassiker in England antreten. Im vergangenen Jahr musste er sich Daniil Medvedev in der zweiten Runde geschlagen geben (4:6, 1:6, 2:6). Bei der diesjährigen Auflage bekommt er es zum Auftakt mit Jan-Lennard Struff aus Deutschland zu tun.
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Erster Sieg auf Rasen - Djokovic schon in Wimbledon-Form

Quelle: Eurosport

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