Eugenie Bouchard und Naomi Osaka entscheiden sich gegen Wimbledon - aus unterschiedlichen Gründen

Die ehemalige Top-5-Spielerin Eugenie Bouchard verzichtet auf einen Start beim Rasenklassiker in Wimbledon. Der Grund sei die "Entscheidung der WTA, bei den diesjährigen Championships keine Punkte für das Ranking zu vergeben", so die Kanadierin. Bouchard bestritt aufgrund einer Schulterverletzung seit März 2021 kein Match mehr auf der WTA Tour. Naomi Osaka sagte für Wimbledon ebenfalls ab.

Eugenie Bouchard in Wimbledon

Fotocredit: Imago

Eugenie Bouchard muss taktisch planen. Die 28-Jährige hat aufgrund ihrer Verletzung ein sogenanntes Protected Ranking (PR). Dies gilt nach dem Comeback in den ersten neun Monaten oder aber während der ersten neun Wettbewerbe - je nachdem, welcher Fall schneller eintritt.
Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass in Wimbledon keine WTA-Punkte vergeben werden, hat die einstige Nummer fünf der Welt entschieden, Wimbledon auszulassen.
Die Maßnahme der Organisatoren im berühmten All England Club, Profis aus Russland und Belarus infolge des Krieges in der Ukraine die Teilnahme generell zu verweigern, rief bei WTA und ATP massiv Kritik hervor.
Als Reaktion teilten die Profivereinigungen der Frauen und Männer mit, in Wimbledon keine Ranking-Punkte zu vergeben.
"Wegen meiner Schulterverletzung steht mir eine begrenzte Anzahl an Turnieren zur Verfügung, bei denen ich ein Protected Ranking habe. So sehr ich Wimbledon liebe - ein Protected Ranking bei einem Event ohne Punkte zu nutzen, ergibt keinen Sinn", schrieb Bouchard bei Twitter.

Bouchard: Wimbledon-Finalistin muss "weise" wählen

Kein einfacher Schritt, schließlich feierte die Nordamerikanerin dort 2014 mit dem Einzug ins Endspiel den bislang größten Erfolg ihrer Laufbahn.
Sie müsse "weise" wählen und ihre PR-Entries bei Veranstaltungen einsetzen, die ihr die Chance bieten, "dahin zu kommen, wo ich hin möchte".
Tatsächlich hat Bouchard aufgrund des Wegfalls aller Punkte derzeit keine Weltranglistenplatzierung. Das Comeback verschiebe sie nun auf den späteren Sommer und werde ihre "zwei PR-Entries bei Grand Slams für die US Open und die Australian Open" verwenden.

Osaka sagt ab: "Wir sehen uns beim nächsten Mal"

Kurz nach der Absage von Bouchard gab auch Naomi Osaka bekannt, in London nicht anzutreten.
"Meine Achillessehne ist immer noch nicht in Ordnung, wir sehen uns beim nächsten Mal", schrieb die viermalige Grand-Slam-Turniersiegerin bei Twitter.
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Quelle: Eurosport

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