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Russische Stars um Medvedev vor Comeback in Wimbledon? Hohe Geldstrafe für britischen Tennis-Verband
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Publiziert 08/12/2022 um 13:41 GMT+1 Uhr
Die ATP hat den britischen Tennis-Verband LTA für den diesjährigen Ausschluss der russischen und belarussischen Spieler zu einer Geldstrafe über eine Million US-Dollar (950.000 Euro) verurteilt. Im Wiederholungsfall habe die ATP sogar mit einem kompletten Ausschluss des Verbandes gedroht, heißt es in einem Bericht der "Times". Bereits die Damen-Tour WTA hatte zuvor eine Geldstrafe ausgesprochen.
Im Wimbledon-Finale 2022 standen sich Noval Djokovic (l.) und Nick Kyrgios gegenüber
Fotocredit: Getty Images
Bei den Turnieren im Sommer auf britischem Boden, darunter auch das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon, durften russische und belarussische Tennis-Stars aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nicht teilnehmen.
Im Tennis - im Gegensatz zu anderen Sportarten - durften diese Sportler*innen bei den übrigen Wettbewerben auf den beiden Profi-Touren jedoch an den Start gehen.
Die ATP verhängte pro Turnier, bei dem es ein Startverbot gab (Queen's Club, Eastbourne sowie die Challenger-Turniere in Surbiton, Nottingham und Ilkley), 200.000 Dollar (rund 190.000 Euro) Geldstrafe. Da Wimbledon eigenständig vom All England Club veranstaltet wird und die ATP dort keine Befugnisse hat, gab es für dieses Event keine Strafe.
Bis April hat Wimbledon laut dem Bericht Zeit, um für die kommende Austragung 2023 eine Entscheidung zu treffen.
Britischer Tennis-Verband legt Berufung ein
Die LTA hatte bereits gegen die WTA-Strafe (ebenfalls eine Million Dollar) Berufung eingelegt. Ein Sprecher des Verbandes teilte mit: "Die LTA ist über dieses Ergebnis zutiefst enttäuscht. Die ATP hat in ihrem Urteil weder die außergewöhnlichen Umstände anerkannt, die durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine entstanden sind, noch die internationale Sportgemeinschaft und die Reaktion der britischen Regierung auf diesen Einmarsch."
Man werde "unsere Antwort sorgfältig abwägen" und warte auf das Ergebnis "unserer Berufung gegen die Entscheidung und die Sanktion der WTA", so der LTA-Sprecher. Die ATP erklärte, dass die eingenomme Geldsumme zur Unterstützung der humanitären Hilfe in der Ukraine verwendet werde.
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