Im Jahr 2014 stürmte der damals 19-jährige Nick Kyrgios an der Church Road ins Viertelfinale. In den folgenden beiden Jahren schaffte er es jeweils ins Achtelfinale. Doch danach war spätestens in der dritten Runde Schluss.
Im vergangenen Jahr musste Kyrgios in der Runde der besten 32 gegen Félix Auger-Aliassime aufgeben.
Ob es diesmal mit dem großen Coup klappt? Seine Weltranglistenposition deutet nicht wirklich darauf hin. Denn Kyrgios ist aktuell nur die Nummer 78 der Welt, was aber auch daran liegt, dass er in diesem Jahr bisher nicht viele Turniere gespielt hat.
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Immerhin schaffte er es im Masters von Miami ins Viertelfinale und erreichte im Anschluss in Indian Wells das Achtelfinale. Seinen bisherigen Saisonhöhepunkt erlebte der 27-Jährige allerdings im Doppel: Bei den Australian Open krönte er sich zusammen mit Thanasi Kokkinakis zum Grand-Slam-Champion.

Kyrgios: "Irgendetwas war in diesem Jahr anders"

Auch sonst zieht er bisher ein positives Fazit seines Jahres 2022: "Irgendetwas war dieses Jahr einfach anders. Ich habe fünf oder sechs Turniere gespielt und bin bei so ziemlich jedem, das ich gespielt habe, ziemlich gut gelaufen und habe viele der Top-Spieler der Welt in diesem Jahr besiegt."
In Miami schlug Kyrgios mit Casper Ruud und Jannik Sinner zwei Top-Ten-Spieler, lediglich Rafael Nadal war für ihn eine Nummer zu groß. In Indian Wells setzte er sich in der zweiten Runde gegen Andrey Rublev klar mit 6:3, 6:0 durch, unterlag dann jedoch Sinner im Achtelfinale.
Aus seiner Sicht sei 2022 daher ein "Jahr des Wiederaufstiegs", so der Rechtshänder. "Ich gehe da einfach raus und zeige den Leuten, dass ich nicht da rausgehen und die ganze Zeit spielen muss, [dass] ich immer noch an der Spitze des Spiels sein kann. Ich genieße es einfach und mache es auf meine Art", erklärte Kyrgios seine momentane Herangehensweise.

Kyrgios: "Viele Kinder und Leute schauen zu mir auf"

Zudem scheint ihn auch seine Rolle als Vorbild zu motivieren. "Ich spiele für eine Menge Leute. Ich habe das Gefühl, dass man sich auf mich verlassen kann", sagte Kyrgios und betonte: "Viele Kinder und Leute schauen zu mir auf, wenn ich spiele. Wenn jemand wie ich es so weit bringen kann und das erreicht, was ich erreicht habe, dann glaube ich, dass es ihnen eine Menge Hoffnung gibt."
Natürlich müsse er mit 27 Jahren auch für "ein bisschen Geld" sorgen, gab der Profi aus Canberra offen zu, aber der Spaß steht bei ihm im Vordergrund. "Die Tennistour, das Reisen um die Welt, das ist ein sehr schöner Lebensstil. Ich will es genießen, solange ich kann", erklärte er.
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