Der erste Satz war für Alexander Zverev ein großer Kampf, auch weil Cristian Garín stark dagegenhielt. Bereits im zweiten Aufschlagspiel geriet Zverev bei 0:30 erstmals in Bedrängnis. Doch mit einer krachenden Vorhand und variablem Spiel stellte er auf 30:30 und hielt seinen Aufschlag.
Im siebten Spiel gelang Zverev das erste Break zum 4:3. Bei eigenem Service legte er mit seinem ersten Ass nach. Doch Garín erspielte sich einen Breakball und zwang Zverev in einen langen Ballwechsel, bei dem Zverev eine Vorhand verschlug. Der Chilene war mit dem Re-Break zurück in der Partie.
Diesen Ausgleich hätte er aber beinahe direkt wieder abgegeben, jedoch konnte Zverev den nächsten Breakball nicht nutzen. Stattdessen geriet er bei 4:5 selbst nochmal unter Druck. Beim Stand von 0:30 war Garín, der alle seine fünf Turniersiege auf der ATP-Tour auf Sand geholt hat, selbst kurz davor, sich drei Breakbälle zu erspielen. Doch Zverev drehte das Spiel noch zu seinen Gunsten.
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Diese verpasste Chance holte er im elften Spiel nach. Bei 5:5 erspielte sich der Weltranglistendritte drei Breakbälle. Ein leichter Rückhandfehler seines Gegners bescherte Zverev das 6:5. Mit einem starken Aufschlag nach 1:07 Stunden holte sich der US-Open-Finalist von 2020 den ersten Satz.

ATP Rom: Alexander Zverev zieht im zweiten Satz davon

Im zweiten Durchgang gelang Zverev ein Traumstart: Gleich zu Beginn nahm er dem Weltranglisten-45. den Aufschlag ab. In der Folge schwindeten bei Garín die Kräfte, bis auf wenige Glanzlichter hatte er Zverev nicht mehr viel entgegenzusetzen. Der Hamburger zog auf 4:1 davon.
Im sechsten Spiel gab es eine kleine Schrecksekunde: Bei einem Schlag am Netz rutschte Zverev aus und lag anschließend am Boden. Der Olympiasieger blieb jedoch unverletzt. Kurioserweise holte er in dieser Szene dennoch den Punkt: Denn Garín konnte den Ausrutscher nicht nutzen. Anstatt den Ball ins freie Feld zu setzen, flog sein hektischer Vorhandschlag ins Aus. Kurz danach stand es 5:1 für den Deutschen.
Bei eigenem Aufschlag bäumte sich der Chilene nochmal etwas auf und verkürzte mit einem wunderschönen Lob über Zverev hinweg auf 2:5.
Mehr gab es für ihn an diesem Freitag jedoch nicht mehr zu holen. Zverev erspielte sich bei eigenem Service drei Matchbälle und verwandelte nach 1:51 Stunden direkt den ersten. Für Zverev war es der erste Sieg überhaupt gegen Garín. Zudem bleibt der 25-Jährige bei diesem Turnier weiter ohne Satzverlust.

ATP Rom - Alexander Zverev: "War kein einfaches Match"

"Ich bin froh über diese Partie", zeigte sich Zverev im Anschluss bei "Sky" zufrieden: "Ich habe gegen Cristian noch nie gewonnen, weder bei den Junioren noch bei den Erwachsenen. Das war heute mein erster Sieg gegen ihn."
"Das war kein einfaches Match. Der erste Satz hätte in beide Richtungen gehen können, vor allem bei 5:4 und 0:30 bei eigenem Aufschlag. Da hätte es nochmal eng werden können. Aber ich finde, dass ich mich gut gehalten und am Ende auch gut gespielt habe", fasste er seinen Zwei-Satz-Sieg zusammen.
Für Zverev ist es bereits der dritte Halbfinal-Einzug bei einem Masters in diesem Jahr. Auf einen Turniersieg wartet er aber noch. Am vergangenen Sonntag unterlag er im Finale von Madrid dem spanischen Jungstar Carlos Alcaraz.
Das Masters in Rom ist das letzte große Turnier vor den am 22. Mai beginnenden French Open in Paris (live im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!). Im vergangenen Jahr schaffte es Zverev in Roland Garros ins Halbfinale. Nach seiner deutlichen Formsteigerung in den vergangenen Wochen zählt er auch in diesem Jahr zum Favoritenkreis.
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