Rafael Nadal, Mitglied des ATP Player Councils, wollte am liebsten gar nichts sagen zu der Idee, in Wimbledon keine Punkte für das Ranking zu vergeben.
"Ich habe keine klare Meinung dazu, also ziehe ich es vor, ihnen keine klare Antwort zu geben. Und das war es", würgte der Rekord-Grand-Slam-Champion eine entsprechende Frage beim derzeit laufenden ATP Masters in Rom ab. Natürlich führe man im Spielerrat "private Gespräche" zu dem Thema, "aber ehrlich gesagt denke ich, dass es nicht gut wäre, sie öffentlich zu machen".
Der britische "Telegraph" fürchtete indes, Wimbledon könne bei einem Verzicht auf ATP-Punkte zu einem "Show-Event" degradiert werden.
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Das Fachportal "tennismajors.com" berichtete unterdessen, dass die ATP mit der WTA Kontakt aufgenommen habe, um auch bei den Frauen für den Vorschlag zu werben, in Wimbledon ohne Weltranglistenpunkte zu spielen. Somit würde Profis aus Russland und Belarus, darunter etwa US-Open-Champion Daniil Medvedev, zumindest im Ranking kein Nachteil entstehen. Daneben tauchte zuletzt die Idee auf, den Punktestand der von der Teilnahme ausgeschlossenen Spielerinnen und Spieler einzufrieren.

Nadal: "Sehen, welche Maßnahmen wir ergreifen"

Die 2.000 Punkte, die es bei einem Grand-Slam-Event maximal zu erreichen gibt, seien "wirklich wichtig und wir müssen zu diesen Turnieren fahren", erklärte Nadal vor Kurzem. Der Spanier bezeichnete es als "sehr unfair", dass die Organisatoren des All England Lawn Tennis Club infolge des Krieges in der Ukraine ein Startverbot verhängt haben. "Wir werden also sehen müssen, welche Maßnahmen wir ergreifen."
Weltrangliste: Djokovic thront an der Spitze
In die Entscheidung, Russland und Belarus von Wimbledon auszuschließen, können ATP und WTA nicht eingreifen. Dies liegt ausschließlich in der Hand des Veranstalters. Anders sieht es bei den Ranglistenpunkten aus, die wiederum von ATP und WTA "verwaltet" werden.
Befürchtungen, dass eine Vielzahl an Profis auf eine Teilnahme verzichten würde, sollte es keine Zähler für die Weltrangliste geben, zerstreute Todd Woodbridge. "Es würde mich überraschen, wenn angesichts der Höhe der Preisgelder, die geboten werden, viele Spieler sich dafür entscheiden würden, nicht in Wimbledon zu spielen", so der neunfache (!) Wimbledon-Champion im Doppel gegenüber "Wide World of Sports".
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