"Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ein Traum ist wahr geworden nach so vielen Jahren der harten Arbeit und der Opfer. Ich bin glücklich, dass sich das jetzt auszahlt", erklärte Ons Jabeur, die als erste Afrikanerin in einem Grand-Slam-Finale steht.
Tatjana Maria, die alle nur "Tadde" nennen, war auf der einen Seite enttäuscht, "natürlich, wenn man auf dem Platz steht, will man das Match auch gewinnen".
Auf der anderen Seite sei sie "trotzdem stolz auf das, was ich geleistet habe in diese zwei Wochen. Ich versuche, das Positive rauszuziehen, und glaube, dass noch einiges möglich ist."
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Maria hielt gegen die Nummer zwei der Welt zwar mit, dennoch erspielte sich Jabeur früh die ersten Vorteile.
Die Tunesierin setzte die 34-Jährige beim Return enorm unter Druck und sorgte mit zwei Breaks zum 2:1 und 5:2 für klare Verhältnisse. Im Anschluss servierte Jabeur den Satz nach 38 Minuten souverän nach Hause.
Dennoch habe die Bad Saulgauerin mitunter gezeigt, wie es gehen könnte, befand Ex-Profi Patrik Kühnen bei "Sky".

Maria zeigt Comeback-Qualitäten gegen Jabeur

Jabeur sei in Schwierigkeiten gekommen, "wenn Maria mit dem langen Slice agiert und Tempowechsel" spiele. "Das könnte für den zweiten Satz ein Mittel sein, mehr über die Vorhand und längere Slices."
Und tatsächlich: Maria brachte auch gegen Jabeur ihre Comeback-Qualitäten auf den Platz - so wie im Turnierverlauf gegen Sorana Cirstea, Jelena Ostapenko oder im deutschen Viertelfinale gegen Jule Niemeier.

Maria holt erstes Break und zweiten Satz

Die Weltranglisten-103. schaffte ihr erstes Break und ging mit 3:1 in Führung. Maria spielte nun lockerer und präziser, während Jabeur die Fehlerquote bei Jabeur nach oben ging.
Die Folge: Maria holte sich den Satzausgleich.
Allerdings setzte die Oberschwäbin den Beginn des dritten Durchgangs in den Sand.

Stich: Maria in Satz drei zu "hektisch"

Maria musste ihre ersten beiden Aufschlagspiele abgeben und geriet mit 0:4 in Rückstand. Die Deutsche agiere nun zu "überhastet und hektisch", befand der einstige Wimbledon-Champion Michael Stich bei "Sky".
Die beiden Breaks bedeuteten die Vorentscheidung.
Jabeur, die inzwischen zurück zu ihrem starken Spiel aus dem ersten Satz gefunden hatte, nutzte nach einer Stunde und 43 Minuten ihren zweiten Matchball.

Jabeur: "Wollte diesen Moment mit ihr teilen"

Danach umarmten sich die beiden Freundinnen herzlich am Netz.
"Ich wollte diesen Moment mit ihrer teilen, denn sie ist eine große Inspiration für viele, auch für mich. Ich kann noch gar nicht glauben, dass Tatjana dieses Comeback mit zwei Kindern geschafft hat", so Jabeur.
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