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Wimbledon-Ausschluss russischer und belarussischer Spieler wegen Befürchtung von Putin-Propaganda mit Königshaus
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Publiziert 22/04/2022 um 12:40 GMT+2 Uhr
Wimbledon hat die Teilnahme russischer und belarussischer Spieler anscheinend auch wegen der Befürchtung von Putin-Propaganda mit dem englischen Königshaus verboten. Denn Kate Middleton, die Ehefrau des britischen Prinzen William, ist die Schirmherrin des All England Lawn Tennis Club (AELTC) und überreicht in dieser Eigenschaft die Siegerpokale für die Gewinner der Frauen- und Männerkonkurrenz.
Übergab Novak Djokovic schon 2019 die Trophäe: Kate Middleton
Fotocredit: Getty Images
Vor einigen Tagen teilten die Wimbledon-Organisatoren mit, dass das Turnier ohne Profis aus Russland und Belarus stattfinden wird.
Als Grund für diesen radikalen Schritt nannten die Verantwortlichen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Wie die englische "Times" nun berichtet, steht hinter dem Ausschluss wohl auch ein ganz konkretes Motiv. Demnach wolle man verhindern, dass die Bilder der Siegerehrung für Propaganda-Zwecke genutzt werden könnten, sollte eine Spielerin oder ein Spieler aus Russland oder Belarus das Turnier gewinnen.
Die Befürchtung, dass die Herzogin einem russischen oder belarussischen Spieler eine Trophäe überreichen und damit für einen Propagandacoup für Wladimir Putin sorgen könnte, war demnach ebenfalls ein Grund für das Verbot.
Ein solcher Erfolg wäre wohl nicht unrealistisch gewesen: Sowohl der Russe Daniil Medvedev als auch die Belarussin Aryna Sabalenka galten beide als große Anwärter auf den diesjährigen Titel.
Historisches Wimbledon soll nicht missbraucht werden
Wie die Zeitung weiter berichtet, soll die englische Regierung das Turnier nicht zu einem Verbot gedrängt haben. Vielmehr habe man die Position der Veranstalter unterstützt:
"Wimbledon war sich sicherlich darüber im Klaren, dass alles, was sie taten, als "sportwashing" für Putin gewertet werden würde", so eine Quelle aus Regierungskreisen gegenüber der "Times" - auch mit Blick auf das hundertjährige Wimbledon-Jubiläum in diesem Jahr. "Dieses Turnier wird ein großer Moment für Wimbledon sein, und Kate (Middleton) wird zweifellos ein Teil davon sein."
Die AELTC erklärte, sie wolle "den weltweiten Einfluss Russlands mit den schärfsten Mitteln einschränken" und fügte hinzu: "Angesichts einer solchen ungerechtfertigten und beispiellosen militärischen Aggression wäre es für das russische Regime inakzeptabel, aus der Teilnahme russischer oder belarussischer Spieler irgendeinen Nutzen zu ziehen".
Die Sperre geht derweil über Wimbledon hinaus: Die Lawn Tennis Association hat russischen oder belarussischer Spielern auch die Teilnahme an anderen britischen Rasenturnieren untersagt, einschließlich der Wimbledon-Vorbereitungsturniere im Queen's Club und in Eastbourne."
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Quelle: Eurosport
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